Europäische Rentenfonds
Union-Fonds führt Riege der größten Rentenfonds an

Mit einem Plus von knapp acht Prozent in den vergangenen zwölf Monaten verteidigt der Uni Euro Aspirant von Union Investment seinen Spitzenplatz unter den zehn größten Rentenfonds, die auf europäische Anleihen spezialisiert sind.

HAMBURG. Dies ist in erster Linie auf das vergleichsweise gute Abschneiden der osteuropäischen Märkte gegenüber den Märkten der Euro-Zone zurückzuführen: Union-Managerin Barbara Eberhardt hat derzeit rund 58 Prozent des Fondsvermögens in Osteuropa-Anleihen investiert, während sich der überwiegende Rest auf Titel aus Großbritannien, Skandinavien und den etablierten Mitgliedsländern der Europäischen Währungsunion verteilt. Zudem hat sie Positionen in der Türkei, Rumänien und Slowenien aufgebaut.

Obwohl Eberhardt in den kommenden Monaten wegen der Parlamentswahlen in Ungarn, Tschechien und der Slowakei mit Kursschwankungen rechnet, bleibt sie insgesamt sehr optimistisch für die Region gestimmt. „Der Konvergenzprozess an den Finanzmärkten wird sich weiter fortsetzen“, so die Union-Managerin. Dabei böten vor allem Anleihen aus Polen oder Ungarn im kurzen Laufzeitenbereich noch immer deutliche Renditeaufschläge gegenüber Papieren aus der Euro-Zone. Darüber hinaus sieht Eberhardt auf der Währungsseite gute Chancen in Tschechien und der Slowakei: „Angesichts der geplanten Euro-Einführung in 2009 besteht in beiden Ländern noch immer Potenzial.“

Für den JP Morgan Europe Bond Fund lief es in den vergangenen zwölf Monaten hingegen nicht so gut: Mit einem Plus von gerade einmal zwei Prozent bildet der knapp 1,9 Mrd. Euro schwere Fonds das Schlusslicht der Tabelle. JP-Morgan-Manager Guy Dunham führt dies auf die defensive Ausrichtung des Fonds zurück. „Fremdwährungen, Hochzins- und Schwellenländeranleihen sind ein klares Tabu“, so Dunham. Stattdessen sei der Fonds zu 90 Prozent in Euro-Staatsanleihen der besten Bonitätsstufe AAA investiert. Derzeit gehören Anleihen aus Frankreich, Deutschland und Belgien zu den größten Positionen. Trotz des vergleichsweise niedrigen Risikoprofils rät Matthias Reinhardt deutschen Anlegern jedoch vom Kauf des JP-Morgan-Fonds ab. „Da der Fonds als klassischer Europa-Fonds konzipiert ist, sind in Zukunft keine allzu großen Sprünge zu erwarten“, so der Geschäftsführer des unabhängigen Finanzdienstleistungsinstituts Reinhardt & Foldenauer in Freiburg. Bessere Chancen biete dagegen der Uni EuroAspirant. „Da die Aussichten für Osteuropa-Anleihen weiterhin gut sind, stellen sie eine interessante Beimischung dar“, sagt Reinhardt. Darüber hinaus spreche für den Union-Fonds, dass er bereits sehr gut in Osteuropa positioniert sei und über ein erfahrenes Management verfüge.

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