Europastudie
Großanleger kaufen innovative Produkte

Die institutionellen Anleger in Europa verstärken ihre Bestände an alternativen und innovative Investments zu Lasten der traditionellen Aktienengagements.

ina BERLIN. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der US-Analysefirma Financial Research mit Sitz in Boston. Einbezogen in die zwischen Juni und September durchgeführte Umfrage waren 98 institutionelle Investoren aus Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien und den Niederlanden mit einem verwalteten Vermögen von 402 Mrd. Euro.

Den weitaus größten Teil der Bestände nehmen die Bondinvestments ein, die stabil bei etwa 55 Prozent der Vermögens liegen. Etwa 13 Prozent der Gelder entfallen auf Liquidität. Auffälligstes Umfrageergebnis war das Absinken der nach traditionellen Vorgaben und damit ohne besondere Restriktionen gemanagten Aktienquote, die vor zwei Jahren noch bei durchschnittlich 25 Prozent errechnet worden war und jetzt auf 20 Prozent gefallen ist. „Dagegen stiegen die Quoten für alternative und innovative Investments von acht auf zwölf Prozent“, sagt Magnus Spence, Leiter Europaresearch in der Londoner Dependance von Financial Research.

Dabei stagnierten im Vergleich zur Situation vor zwei Jahren die Bestände an „klassischen“ alternativen Produktgruppen Hedge-Fonds, Private Equity und Immobilien bei insgesamt etwa sechs Prozent des Vermögens. Von vier auf sechs Prozent stieg dagegen der Anteil neuer Anlageformen wie insbesondere börsengehandelter Indexfonds und so genannter strukturierter Produkte.

Etwa 17 Prozent der Befragten halten börsengehandelte Indexfonds, insbesondere jene für breite Aktienmesslatten. Weitere neun Prozent wollten noch im laufenden Jahr einsteigen. „Im Rahmen der Umfrage sehen wir hier das größte Wachstum“, kommentiert Spence. Treibende Kräfte sind aus Investorensicht die komfortablen Einsatzmöglichkeiten etwa der Handel rund um die Uhr und die geringen Gebühren.

Rund 13 Prozent der Umfrageteilnehmer setzen momentan strukturierte Produkte ein, die mit Terminmarktelementen arbeiten und dadurch spezielle Auszahlungsversprechen geben können – wie die bekannten Garantiefonds. In der Zukunft wollen bereits 18 Prozent der Institutionellen derartigen Produkte einsetzen.

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