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Euwax: Commerzbank im Visier

Ein besonderes Augenmerk galt am Morgen der Aktie der Commerzbank. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen im Zusammenhang der Geldwäsche-Affäre nun auch auf Vorstandschef Klaus-Peter Müller ausgeweitet.

Der enttäuschende Ausblick des weltgrößten Computerherstellers Dell und Rekord-Ölpreise haben am Freitag auf die Kauflaune der Anleger an der Euwax gedrückt und die US-Indizes leicht ins Minus gedrückt. Und auch der DAX startete am Morgen mit leichten Verlusten in die neue Handelswoche. Im weiteren Verlauf erholte er sich indes wieder und stieg um knapp 0,2 Prozent auf rund 4945 Punkte. Im Handelssegment Euwax zeigten sich die Anleger zunächst uneins, auf welche Richtung im Index spekuliert werden soll. Mit der Erholung im DAX verlagerte sich das Kaufinteresse jedoch zunehmend in Richtung der Verkaufsoptionsscheine und Knock-out-Puts.

Gefragt waren am Morgen Calls auf den Finanzkonzern Allianz. Die Aktie war am Morgen der größte Gewinner im DAX und profitierte dabei von einer Anhebung des Kursziels auf 128 nach 115 Euro durch die Analysten der Investmentbank Merrill Lynch. Die Analysten verweisen dabei auf die guten Quartalszahlen der vergangenen Woche. Am Morgen legte zudem die zur Allianz gehörende Dresdner Bank ihre Quartalsergebnisse vor. Das Bankhaus sieht sich hinsichtlich ihrer Renditeziele 2005 auf gutem Weg, erwartet aber für das kommende Jahr wieder steigende Vorsorge Maßnahmen für faule Kredite.

Zu Käufen kam es am Morgen bei Knock-out-Calls auf die Kakao. Ein Derivate-Newsletter sprach am Wochenende die Empfehlung zum Einstieg aus, nachdem der Kakaopreis im August um mehr als zehn Prozent korrigiert hatte. Die Redakteure verweisen dabei auf die unverändert angespannte politische Lage an der Elfenbeinküste und der gleichzeitig zu erwartenden Angebotsverknappung bei gleichzeitig steigender Nachfrage.

Ein besonderes Augenmerk galt am Morgen der Aktie der Commerzbank. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft hat ihre Ermittlungen im Zusammenhang der Geldwäsche-Affäre nun auch auf Vorstandschef Klaus Müller-Peter ausgeweitet. Müller hatte Ende der Neunziger das Russlandgeschäft der Commerzbank verantwortet, aus dem die angeblich gewaschenen Gelder aus der Privatisierung russischer Telkommunikationsfirmen stammen. Mit Hilfe einer luxemburgischen Tarnfirma seien bis zu 170 Millionen Dollar gewaschen worden. Die Commerzbank sei an dieser Tarnfirma zeitweise treuhänderisch mit einer Mehrheit beteiligt gewesen. Die Commerzbankaktie verliert vor diesem Hintergrund am Morgen mehr als ein Prozent und löste damit Gewinnmitnahmen in Puts auf die Aktie aus. Gleichzeitig steigen nicht wenige Anleger in Calls auf die Aktie ein und nutzen damit das gedrückte Kursniveau in der Aktie.

Deutlich leichter notierte am Morgen der Euro gegenüber dem US-Dollar. Dabei fiel die europäische Einheitswährung unter die Marke von 1,24 Dollar und löste damit eine Reihe von Verkäufen in tief im Geld liegenden Kaufoptionsscheinen.

EUWAX Trends - Optionsscheine (Stand 12:00 Uhr)

Basiswert / TypBasispreisK.O.Wg.LaufzeitWKNBemerkungen
Dax / Call5000-13. Sep 05CG0BES

ausgeglichen

Dax / Put4800-14. Sep 05CB6486mehr Käufer
Allianz / Call100-16. Dez 05148206mehr Käufer
EUR/USD / Call1,2-09. Dez 05CB3YYDmehr Verkäufer

Commerzbank

/ Call
17-09. Jun 06TB3ZH1mehr Käufer

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