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Euwax: Erste Signale für Belebung der Binnenkonjunktur?

ZEW-Chef Wolfgang Franz sieht erste Signale für eine Belebung der Binnenkonjunktur in Deutschland. Spekulationen um mögliche Zinssenkungen werden durch diese Aussage in den Hintergrund gedrängt

Die nach wie vor hohen Ölpreise und Gewinnmitnahmen bei deutschen Aktien belasten den DAX. Das Börsenbarometer notierte am Mittag bei 4911 Punkten mit 0,6 Prozent im Minus. Am Vormittag hatte der DAX die Marke von 4900 Punkten kurz nach unten durchschritten. Bereits am Morgen wurden zahlreiche Stop-loss-Orders bei Long-Positionen ausgelöst.

Gleichzeitig setzte die Mehrheit der Anleger kurzfristig zunächst auf weiter fallende Notierungen. Nach dem das deutlich über den Erwartungen liegende ZEW-Konjunkturbarometer für den Aktienmarkt keine neuen Impulse brachte, zeigten die Anleger am Handelssegment EUWAX eine eher abwartende Haltung. Bei Plain-Vanilla-Optionsscheinen auf den DAX wurden sowohl Calls als auch Puts verkauft.

Es ist zu spüren, dass sich die Marktteilnehmer wegen der wieder gestiegenen Ölpreise Sorgen machen. Berichten zufolge wirke sich die Verteuerung auch immer mehr auf das Kaufverhalten der Konsumenten aus.

Viele Investoren erwarten einen weiteren Anstieg bei den Ölpreisen. Es wurden überwiegend Long-Positionen auf die Notierungen der Nordseesorte Brent Crude Oil aufgebaut. Der Future lag am Mittag bei 64,66 US-Dollar. Leichtes US-Öl (WTI) stieg auf 65,81 US-Dollar.

In diesem Zusammenhang sind wohl auch die Spekulationen bei Derivaten auf den Bund-Future zu sehen. Steigende Energiepreise werden von Börsianern als Konjunkturrisiko angesehen. Und diese Tatsache würde die Rentenmärkte eher stützen. Der Bund-Future notierte allerdings am Morgen bei 123,10 Prozentpunkten mit 15 Ticks im Minus. In dieser Phase stellten bereits viele Anleger ihre Short-Positionen glatt. Nach Veröffentlichung des ZEW-Barometers gab der Bund-Future bis auf 122,89 Prozentpunkte nach. ZEW-Chef Wolfgang Franz sieht erste Signale für eine Belebung der Binnenkonjunktur in Deutschland. Spekulationen um mögliche Zinssenkungen werden durch diese Aussage in den Hintergrund gedrängt.

Die TUI-Aktie geriet weiter unter Druck. Zwischenzeitlich notierte das Papier bei 19,08 Euro mit 1,8 Prozent im Minus. Hintergrund ist nach wie vor die mögliche Übernahme der kanadisch-britischen Container-Reederei CP-Ships. Zur Finanzierung der Übernahme befürchten Börsianer eine Kapitalerhöhung in Höhe von einer Milliarde Euro. Analysten des Investmenthauses UBS hätten Händlern zufolge die Aktie bereits von "Buy" auf "Neutral" herabgestuft. Nach Aussagen der Konzernführung werde man sich aber nicht an einem unkalkulierbaren Bieterwettstreit beteiligen. TUI bietet einem Zeitungsbericht zufolge 1,7 Milliarden Euro für CP Ships. Derivate-Anleger glauben offensichtlich an eine Erholung der Aktie. Am Handelssegment EUWAX waren Call-Optionsscheine gesucht.

EUWAX Trends - Plain-Vanilla-Optionsscheine (Stand: 12.00 Uhr)
Basiswert / TypBasispreisK.O.Wg.LaufzeitWKNBemerkungen
DAX / Put4800-14. Sep 05CB6486

mehr Verkäufer

DAX / Call5000-14. Sep 05DB0FEBmehr Verkäufer
Allianz / Call120-19. Dez 07CB4511mehr Verkäufer
HANG SENG / Call15000-08. Jun 06DB0EY8mehr Käufer

TUI

/ Call
23-13. Jun 06DB0FZKmehr Käufer

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