Euwax-Trends am Mittag
Ölpreis zuletzt so tief wie vor fünf Monaten

Die Ölpreise notierten auf dem tiefsten Stand der letzten fünf Monate. Der Oktober-Future der Nordseesorte Brent wurde am Mittag an der IPE in London mit 64,66 US-Dollar gehandelt und lag damit um 67 US-Cent im Minus.

Auf den Handel mit verbriefen Derivaten auf die Ölsorten hatte dies zunächst kaum Auswirkungen. Dagegen waren aber einige Call-Optionsscheine auf Ölunternehmen gefragt. So griffen Anleger nach dem Abschlag von 3,3 Prozent auf 161 NOK bei der norwegischen Statoil zu Calls mit einer Laufzeit bis zum Juni 2007. Offensichtlich rechnen sie mit einer Erholung der Aktie.

Der Dax startete schwächer in die neue Börsenwoche und notierte am Morgen im Tief bei 5 737 Punkten mit einem Prozent im Minus. Der japanische NIKKEI-225-Index hatte bei 15 794 Punkten mit 1,78 Prozent leichter geschlossen und somit dem Dax keine gute Vorlage gegeben. Außerdem sorgten Zinsanhebungsspekulationen in der Euro-Zone für Zurückhaltung am Aktienmarkt. Am Handelssegment Euwax wurden kurz nach Handelseröffnung sowohl Long- als auch Short-Positionen aufgebaut. Erst als sich der Dax bis zum Mittag im Bereich von 5 760 Punkten etwas stabilisieren konnte, kam es zu Gewinnmitnahmen bei den Puts. Gleichzeitig kauften die Anleger nun Call-Optionsscheine und Knock-out-Calls, um damit auf eine weitere Erholung des deutschen Börsenbarometers zu setzen. Insgesamt blieb es am Börsenparkett aber relativ ruhig.

Die Preise für Gold und Silber waren auch zum Wochenauftakt weiter rückläufig. Die Derivate-Anleger konzentrierten vor allem auf Silber-Scheine. Hier kauften einige Investoren Long-Zertifikate. Damit spekulieren sie auf eine kurzfristige Gegenbewegung. Eine Feinunze Silber kostete am Mittag im Londoner Telefonhandel 11,90 US-Dollar, nachdem der Preis in der Vorwoche noch bei mehr als 13 US-Dollar gelegen hatte.

Im Vorfeld des G7-Treffens in Singapur könne es für den Euro nach Einschätzung der Analysten von HSBC Trinkaus & Burkhardt einen weiteren Kursrückgang in Richtung der Unterstützung bei 1,2596 US-Dollar geben. Die Gemeinschaftswährung notierte am Morgen auf einem neuen Sechs-Wochen-Tief bei 1,2649 US-Dollar. Allerdings gab es später Unterstützung von den Äußerungen des EZB-Ratsmitglieds Jürgen Stark in einem Zeitungsinterview. Angesichts von Inflationsgefahren sei größte Wachsamkeit geboten. Die meisten Marktteilnehmer rechnen mit einer Zinsanhebung im Oktober um 25 Basispunkte auf 3,25 Prozent und erwarten darüber hinaus möglicherweise nun auch eine weitere Anhebung im Dezember auf dann 3,5 Prozent. Daraufhin festigte sich der Euro wieder und lag im weiteren Verlauf über der Marke von 1,27 US-Dollar. Den Derivateanlegern scheint die Situation aber zu unsicher zu sein. Es wurden vorerst zahlreiche Positionen auf die Gemeinschaftswährung glattgestellt.

Nach den Abschlägen bei den Aktien von Conergy, Salzgitter und SAP griffen einige Anleger zu Call-Optionsscheinen auf die genannten Papiere. Conergy notierte am Mittag bei 36,77 Euro mit 3,49 Prozent im Minus. Salzgitter verlor 1,7 Prozent auf 69,49 Euro und SAP gab um 1,5 Prozent auf 143,45 Euro nach.

Euwax Trends - Plain-Vanilla-Optionsscheine (Stand: 13.00 Uhr)
Basiswert / TypBasispreisK.O.Wg.LaufzeitWKNBemerkungen
Dax / Call5 900-12. Dez 06CG15ZK

mehr Käufer

Dax / Put5 700-13. Sep 06CG15ZDmehr Verkäufer

Salzgitter

/ Call
57,51-14. Sep 07TB0B79ausgeglichen

Statoil

/ Call
200-NOK11. Jun 07DB532Bmehr Käufer

SAP

/ Call
180-13. Jun 07CZ0590mehr Käufer

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