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Euwax-Trends am Mittag

Der größte Verlierer im Dax ist die Aktie der Deutschen Post. Sie verliert in der Spitze mehr als vier Prozent. Das führte an der Euwax zunächst zum Auslösen vieler Stop-Loss-Marken in Knock-out-Calls und bei klassischen Optionsscheinen, die inzwischen jedoch wieder leichte Käufe verzeichnen. Ebenfalls gekauft werden Knock-out-Calls auf den Chiphersteller Infineon.

Gegen Mittag baut der Deutschen Aktienindex seine Verluste weiter aus und notiert knapp ein Prozent im Minus. Der Tag begann bereits schwach nach schlechten Vorgaben aus den USA und aus Japan. Die Ursache für diese Verluste waren die Äußerungen von US-Notenbankchef Alan Greenspan im Anschluss an die gestrige Sitzung des Offenmarktausschusses. Greenspan ließ zwar die Leitzinsen unverändert und signalisierte dieses Niveau auch in den kommenden Monaten halten zu wollen, allerdings sei die Erholung der US-Wirtschaft noch nicht so stark, dass einerseits der Arbeitsmarkt erfasst würde und andererseits der Preisauftrieb zur Gefahr werden könnte.

Gleichzeitig wies Greenspan jedoch darauf hin, dass sich die Deflationsgefahren deutlich reduziert hätten. Marktteilnehmer interpretierten diese Äußerungen dahingehend, dass das Zinssenkungspotenzial in den USA ausgereizt sei und zinspolitische Veränderungen in Zukunft eher in Richtung Erhöhung laufen werden. Diese Interpretation brachten gestern vor allem die Technologiewerte in den USA und Asien unter Druck und zeigt heute im frühen Handel auch Spuren in Europa.

Der größte Verlierer im Dax ist jedoch kein Technologiewert, sondern die Aktie der Deutschen Post. Sie verliert in der Spitze mehr als vier Prozent, nachdem die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ankündigte Post-Aktien im Wert von rund zwei Milliarden Euro zu platzieren. Das führte an der Euwax zunächst zum Auslösen vieler Stop-Loss-Marken in Knock-out-Calls und bei klassischen Optionsscheinen, die inzwischen jedoch wieder leichte Käufe verzeichnen.

Ebenfalls gekauft werden Knock-out-Calls auf den Chiphersteller Infineon, der sich mit etwas mehr als einem Prozent Kursverlust heute wacker gegen den Verkaufsdruck auf den Technologietiteln zu stellen versucht. Dennoch sind diese Positionen eher kurzfristiger Natur, da die stark gehandelten Scheine mit Verfallsbarrieren um 11 Euro kurz vor dem Knock-out stehen. Neben den Belastungen durch die Greenspan-Äußerungen drücken auch die schwachen Vorgaben des weltgrößten Chipherstellers Intel, der gestern mehr als vier Prozent verlor, nachdem zwei große taiwanische Chipproduzenten gestern enttäuschende Umsatzzahlen für November gemeldet hatten.

Uneinheitlich ist das Anlegerverhalten indes beim Dax. Hier sind zunächst viele Stop-Loss-Orders bei Kaufoptionsscheinen ausgelöst worden. Nach etwas mehr als einer Stunde Handel kristallisierte sich jedoch heraus, dass Kaufoptionscheine ebenso gefragt sind wie Verkaufsoptionsscheine auf den Index.

Von Interesse ist heute auch die Reaktion des Bund-Future auf die Notenbank-Sitzung in den USA. Der Bund-Future verliert heute leicht. Das wiederum deutet darauf hin, dass sich die Akteure im Bund-Future sich anscheinend auf das von Greenspan skizzierte Deflationsrisiko konzentrieren. An der Euwax werden dennoch Calls auf einen steigenden Bund-Future gekauft.

Viel Bewegung findet heute beim Euro statt. Er notierte im frühen Handel bei 1,2153 Dollar. Hier machten Gerüchte von Devisenmarktinterventionen mehrerer Zentralbanken die Runde. Inzwischen hat sich der Euro wieder stabilisiert und notiert gegen Mittag bei 1,2235 Dollar. Unbeirrt von den morgendlichen Abschlägen beim Euro sind heute durchweg Calls auf die Einheitswährung gefragt.

AC

EUWAX Trends- Plain-Vanilla-Optionsscheine (Stand 12:00 Uhr)

Basiswert / TypBasispreisK.O.Wg.LaufzeitWKNBemerkungen
Dax / Call4000-?22. Mrz 04950602mehr Käufer
Dax / Put3800-?15. Jan 04825970mehr Verkäufer
EUR/USD / Call1,20-$15. Mrz 04739574mehr Käufer
Dt.

Post

/ Call
18-18.Mrz 04148188mehr Käufer

Intel

/ Put
30-$17. Dez 04806197mehr Käufer

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