Expansionspläne
DWS spielt die Europa-Karte

Die Deutsche Bank baut ihr Fondsgeschäft in Europa aus. „Die DWS will von einem deutschen zu einem internationalen Anbieter werden“, sagt Stephan Kunze, Europachef der Fondsgesellschaft DWS, die zur Deutschen Bank gehört.

FRANKFURT. Auf dem Weg „vom Mittelständler zum Global Player“ sollen vier Regionen zentral für die Expansion sein: der Benelux-Raum, Italien, Spanien und die Schweiz.

Der DWS-Mann will dafür auch Personal bereitstellen. „Schon im nächsten Jahr werden wir die Vertriebsmannschaft europaweit von jetzt etwa 200 auf 240 Personen ausbauen“, sagt er dem Handelsblatt. Diese Mitarbeiter verkaufen nicht selbst – sie sollen vor allem in Partnerbanken für die Produkte werben. Parallel dazu erweitert die DWS ihr Portfoliomanagement in Frankfurt. „Unseren Stamm von 252 Managern werden wir im kommenden Jahr um zehn Prozent ausbauen“, sagt Klaus Kaldemorgen, Sprecher der DWS-Geschäftsführung in Deutschland.

Das Fondshaus ist mit 125 Mrd. Euro an verwaltetem Vermögen Marktführer in Deutschland. Für Europa außerhalb des Heimatmarkts nennt die Gesellschaft 34 Mrd. Euro. Nach Vermögenswerten steht die DWS in der Europa-Rangliste auf Platz drei hinter Crédit Agricole und der UBS. Allerdings wurden die jeweiligen Gelder zum größten Teil auf den Heimatmärkten eingesammelt. Schaut man auf das grenzüberschreitende Geschäft, dann spielen US-Anbieter wie Fidelity und Franklin Templeton eine große Rolle.

„Wir werden in Europa sicher schneller wachsen als in Deutschland“, kündigt Kunze an. „Im kommenden Jahr dürfte die Hälfte der neuen Gelder, die der DWS europaweit zufließen, aus dem Ausland stammen. In diesem Jahr ist es rund ein Drittel.“ Er will vor allem die Marke DWS im Ausland bekannter machen: „Es geht für uns darum, erst einmal auf das Niveau von Fidelity oder Franklin Templeton zu kommen.“ Dabei setzt er auch auf die zentrale Vertriebsplattform in Luxemburg (siehe „Drehscheibe Luxemburg“). „Wir haben dort für den zentralen Europavertrieb 55 Produkte aufgelegt – das wird weiter ausgebaut“, sagt Kunze. Das Volumen sei nach dem Start vor vier Jahren jetzt auf zwölf Mrd. Euro angewachsen.

Der Vertrieb ist der entscheidende Erfolgsfaktor. Kunze will strategische Kooperationspartner zum Verkauf der DWS-Produkte suchen. In Deutschland stütze man sich etwa auf die DVAG. Es gebe weitere Partner wie die Zürich Versicherung oder in den Niederlanden die Swiss Life.

Seite 1:

DWS spielt die Europa-Karte

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%