Experten erwarten weiteres Wachstum und Kurssteigerungen
China-Fonds punkten mit Immobilien und Rohstoffen

Die aktuelle Zwölf-Monats-Bilanz der Aktienfonds mit Schwerpunkt im Großraum China kann sich sehen lassen: Die 50 bei Feri Rating & Research erfassten Fonds dieser Kategorie erzielten im Schnitt ein Plus von 36,63 Prozent. Am besten lief es für den Baring Hong Kong China:

HAMBURG. Der bereits 1982 aufgelegte Klassiker legte um 62,42 Prozent zu (s. Tabelle). "Das gute Ergebnis resultiert vor allem aus unseren Engagements im Immobilien- und Rohstoffsektor", begründet Barings Lilian Co-Managerin das gute Abschneiden des Fonds, mit dem sie in China und Hongkong und in geringem Umfang auch in Taiwan und Singapur investiert.

Regional enger gefasst ist dagegen das Anlageuniversum des JF China von JP Morgan Asset Management: Dort kommen ausschließlich in China und Hongkong gelistete Aktien ins Portfolio. Auch dieser Fonds schnitt mit einem Zuwachs von 59,06 Prozent weit überdurchschnittlich ab. Die JP-Morgan-Manager Shumin Huang und Howard Wang führen dieses gute Ergebnis ebenfalls auf die Positionierungen im Immobilien- und Rohstoffsektor zurück. "Auch Titel aus dem Konsumgütersektor liefen sehr gut, da sie vom starken Einkommenswachstum der Bevölkerung profitieren", sagt Huang, der in diesem Aspekt den Hauptgrund für die sehr gute Entwicklung des chinesischen Aktienmarktes sieht. Dementsprechend will er gemeinsam mit Wang weiterhin bevorzugt auf Unternehmen setzen, die von der starken heimischen Nachfrage profitieren. Untergewichtet hält das Duo dagegen exportorientierte Unternehmen, die stärker von der globalen Konjunktur abhängen. "Die Lage der US-Wirtschaft und die dortige Konsumnachfrage erscheinen uns derzeit unsicher", sagt Huang.

Auch Harald Weber schätzt die Perspektiven im Reich der Mitte als positiv ein. "Mittel- bis langfristig gehört China zu den aussichtsreichsten Ländern überhaupt, die Olympiade 2008 dürfte die Wirtschaft und damit auch die Aktienkurse weiter beflügeln", sagt der geschäftsführende Gesellschafter des Fonds-Zentrums Nürnberg.

Weber empfiehlt Anlegern, über Sparpläne auf Chinas Aktien zu setzen, weil so die relativ großen Schwankungen besser ausgeglichen werden als bei einer einmaligen Anlage. Seiner Einschätzung nach bieten reine China-Fonds wie der Invesco PRC Equity mehr Potenzial als Fonds, die den Großraum China abdecken und Taiwan mit rund einem Drittel des Fondsvermögens gewichtet haben. Taiwans Aktienmarkt sei sehr stark von Technologiewerten geprägt, für die vorerst nicht mit einem Comeback zu rechnen sei. Eine Ausnahme bilde der Baring Hong Kong China: "Lilian Co mischt Taiwan nur in sehr geringem Umfang bei, weil sie sich nicht an den Indizes orientiert, die eine hohe Gewichtung Taiwans nach sich ziehen", lobt Weber.

Autorin: C. Lindenberg, Der Fonds

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