Experten sehen Börsenklima durch Terrorgefahren nicht bedroht
Dachfondsmanager halten Aktienquoten stabil

Politische Börsen haben kurze Beine. Diese in der vergangenen Woche häufig zu hörende Einschätzung zu den Auswirkungen der in London vereitelten Terroranschläge auf die Aktienmärkte teilen Ralf Mogel und Christoph Metz. Mogel betreut bei der Deka den LBBW-Balance CR 75, Metz zeichnet beim Konkurrenten Dit für den Dit-Allianz Horizont 9+ verantwortlich. In der Kategorie der überwiegend in Aktienfonds anlegenden Dachfonds führen diese beiden Angebote derzeit das Feld an (siehe Tabelle).

HAMBURG. Auch mit ihrer verhalten positiven Einschätzung der Börsenaussichten liegen Mogel und Metz nah beieinander. "Angesichts der nach wie vor guten Unternehmensdaten und der moderaten Bewertungen bleiben wir für die weitere Kursentwicklung zunächst positiv gestimmt", sagt der Deka-Manager. So ausgeprägt, dass er den aktuell 87 Prozent betragenden Aktienanteil wieder in Richtung 100 Prozent verschieben würde, ist sein Optimismus aber nicht. "Sollten sich die fundamentalen Rahmenbedingungen in den kommenden Wochen verschlechtern, würden wir weiter reduzieren", sagt Mogel. Bis zu 50 Prozent des Portfolios darf er als Barreserve oder in Rentenfonds halten.

"Die Bremsspuren durch die gestiegenen Zinsen und den hohen Ölpreis werden deutlicher", begründet Metz seine nicht mehr uneingeschränkt positive Sicht der Dinge. In Europa - nur dort investiert der Dit-Allianz Horizont 9+ - sei aber bei den Bewertungen durchaus noch ein Puffer vorhanden. Dies gelte insbesondere für Standardwerte, deren Anteil am aktuell zu knapp 90 Prozent aus Aktienfonds bestehenden Portfolio der Dit-Manager seit Jahresbeginn deutlich erhöht hat.

Die wesentlichen Unterschiede zwischen den beiden Dachfonds bestehen neben dem Anlageuniversum in der Konzentration und der Zielfondsauswahl. Bei Metz machen die größten fünf Positionen 85 Prozent des Portfolios aus, beim LBBW Balance CR 75 sind es nur 47 Prozent. Darüber hinaus stehen dem Dit-Manager lediglich hauseigene Zielfonds zur Verfügung, während Mogel hier keinen Restriktionen unterliegt. Zu seinen größten Positionen gehören der JPM Europe Equity, der MLIIF US Flexible Equity von Merrill Lynch und der Threadneedle Global Select.

Dem Eindruck, dass die eingeschränkte Zielfondsauswahl mitverantwortlich sein könnte für die schlechte Platzierung des weltweit anlegenden Dit-Portfolio Wachstum auf Rang 52, tritt Metz allerdings entgegen. "Dieser Fonds wird deutlich konservativer gemanagt als der Dit-Allianz Horizont 9+", betont er. So betrage die maximale Aktienquote 75 Prozent, Rentenfonds mit dem Schwerpunkt Euro-Land könnten bis zu 60 Prozent des Portfolios ausmachen.

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