Fairfield Greenwich Group
Madoff-Affäre: US-Behörde verklagt ersten Fonds

In der Madoff-Betrugsaffäre hat eine US-Behörde erstmals eine Fondsgesellschaft wegen mangelnder Überprüfung der Geldgeschäfte des geständigen Milliardenschwindlers verklagt.

HB NEW YORK. Die zu Bernard Madoffs größten Anlegern zählende Fairfield Greenwich Group habe die Aufsichtspflichten gegenüber ihren eigenen Kunden verletzt, wirft ihr die zuständige Aufsicht des US-Bundesstaates Massachusetts vor. In der am Mittwoch eingereichten Zivilklage fordert sie wegen Betrugs die Entschädigung der Investoren in Massachusetts und eine Geldbuße.

Die Fairfield Greenwich Group hatte früheren Angaben zufolge rund sieben Milliarden Dollar (5,3 Mrd Euro) von ihren Kunden bei dem New Yorker Ex-Broker angelegt. Der Klage zufolge gab Madoff der Fondsgesellschaft selbst Ratschläge, wie sie kritische Fragen der US-Börsenaufsicht SEC beantworten solle.

In dem größten Betrugsfall der Finanzgeschichte soll der Schaden durch Madoffs jahrzehntelanges Schneeball-System bis zu 65 Milliarden Dollar betragen. Der 70-Jährige sitzt nach seinem Geständnis derzeit in Untersuchungshaft. Ihm drohen bei der Verkündung des Strafmaßes Mitte Juni bis zu 150 Jahre Gefängnis.

Ein Richter im Bundesstaat Connecticut fror unterdessen laut US-Medien unter anderem die Vermögen der beiden Söhne Madoffs und seiner Frau ein. Ein anderes Gericht hatte dies zuvor bereits bei seinem Bruder getan. Die Söhne und der Bruder waren mit in der Firma des Geschäftsmannes beschäftigt. Madoff hatte stets betont, bei seinem Mega-Schwindel allein und ohne Wissen anderer gehandelt zu haben.

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