Favoriten sind Pfizer und IBM
Substanzwerte verzweifelt gesucht

Chris Darnell und Rob Soucy, verantwortlich für den 459 Mill. Dollar schweren Vanguard U.S. Value Fund, tun sich schwer damit, geeignete Substanzwerte zu finden. "Die klassischen ,Brot und Butter Aktien? sind nicht mehr so günstig wie früher", erklärt Darnell.

Bloomberg NEW YORK. "Es ist schwieriger geworden, mit Substanzwerten gute Erträge zu erzielen. Die Zeiten, in denen man seinen Taschenrechner herausholte und Kurs durch Gewinn, Kurs durch Buchwert oder Kurs durch Cash-Flow teilte, sind vorbei." Darnell und Soucy setzen auf Aktien, die im Vergleich zu Kennzahlen wie dem Unternehmensgewinn günstig sind. Zuletzt griffen sie bei International Business Machines Corp., Pfizer Inc. und Toys "R" Us Inc. zu. Mit plus 13 Prozent schneidet der Vanguard U.S. Value Fund schlechter ab als 55 Prozent seiner Wettbewerber.

Vor allem die Position in Freddie Mac, dem zweitgrößten halbstaatlichen amerikanischen Baufinanzierer, hat den Fonds belastet. Die US-Börsenaufsicht SEC ermittelt gegen Freddie Mac wegen möglicher Bilanzunregelmäßigkeiten. Darüber hinaus hat der Standard & Poor?s-500-Index mit seinem Anstieg von 13 Prozent die "Kernaktien" des Fonds, darunter Bank of America Corp., verteuert.

Vor diesem Hintergrund haben Darnell und Soucy Bankaktien abgestoßen und stattdessen in "weniger klassische Substanzwerte" investiert, darunter Pfizer, den weltgrößten Pharmakonzern, und IBM, den weltgrößten PC-Anbieter.

Seit Mai haben Darnell und Soucy auch Aktien von Toys "R" Us, dem zweitgrößten amerikanischen Spielzeugwarenhändler, gekauft.

Pfizer, IBM und Toys "R" Us seien Franchise-Unternehmen mit hohen Betriebsgewinnspannen, starkem Cash-Flow und Kontrolle über die Märkte, auf denen sie vertreten sind, erklärt Fondsmanager Rob Soucy.

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