Feri Eurorating Awards 2013
Fonds-Auszeichnungen für die Besten

Es gibt sie noch, die guten Fondsmanager. Sie punkten mit stimmigen Anlageprozessen und guter Kursentwicklung. Am Dienstagabend wurden die Besten ihres Fachs mit den Feri Eurorating Awards ausgezeichnet .
  • 13

FrankfurtBroschettes von Rinderfilet, Zander auf Minz-Püree und Weißwein-Birnchen an Marzipan-Krokant: In edlem Rahmen des Schlosses Bad Homburg vor den Toren Frankfurts feierten die besten Fondsmanager im Land am Dienstagabend den Erfolg ihres Schaffens in schwieriger, von Krisen geprägter Zeit. In der ehrwürdigen Schlosskirche vergaben das Analysehaus Feri Eurorating und das Handelsblatt als Medienpartner die „Feri Eurorating Awards 2013“. Die Finanz-Awards der Fondsbranche gehen an die Besten ihres Fachs. Mehr als 200 Vertreter der Branche trafen sich, um zum sechsten Mal die 30 Feri-Awards für in Deutschland angebotene Investmentfonds entgegenzunehmen.

Es gibt sie also noch, die guten Fondsmanager. Vielfach bestechen sie durch große stabile Teams von Experten, die es schaffen, ihre Überzeugungen in stimmige Strategien zu wandeln. Den wichtigsten Preis der Awards gewinnt der Fondsanbieter Threadneedle als bester großer und damit Universalanbieter von Aktien-, Anleihe- und Mischfonds. Erst 1994 gegründet, steuern die Briten auf eine dreistellige Euro-Summe verwalteten Vermögens zu. Das Ergebnis bei den Feri-Ratings ist bemerkenswert: Fast zwei Drittel aller bewerteten Fonds haben eine gute oder sehr gute Note. Die Konkurrenten liegen deutlich dahinter. Als einen nicht unwesentlichen Erfolgsfaktor nennt Tobias Schmidt, Sprecher des Vorstands von Feri Eurorating Services, den „stabilen Personalstamm“ von Threadneedle.

Unter den kleineren Anbietern mit einer geringeren Zahl an Produkten am deutschen Markt schafft es Aberdeen Asset Management auf das Treppchen. Das ursprünglich schottische Fondshaus hat seine Stärken vor allem auf der Aktienseite, vor allem auf Schwellenländermärkten. Die Feri-Analysten loben das große, stabile Expertenteam und einen in sich stimmigen Anlageprozess.

Bei den Aktienfonds hat die US-amerikanische MFS die Nase vorn. Die Gesellschaft mit Sitz in Boston legte 1924 den ersten Aktienfonds auf. Als Erfolgsgeheimnis gelten langjährige Erfahrung der Fondsmanager und der Wille, in schlechten Börsenphasen Verluste zu begrenzen. „MFS sorgt am deutschen Markt für Furore, was Aktienfonds angeht“, sagt Schmidt. Deren fundamentaler, sektorneutraler Ansatz sowie ihr großes Team von 200 Anlageexperten machten deren Erfolg maßgeblich aus.

Kommentare zu " Feri Eurorating Awards 2013: Fonds-Auszeichnungen für die Besten"

Alle Kommentare

Dieser Beitrag kann nicht mehr kommentiert werden. Sie können wochentags von 8 bis 18 Uhr kommentieren, wenn Sie angemeldeter Handelsblatt-Online-Leser sind. Die Inhalte sind bis zu sieben Tage nach Erscheinen kommentierbar.

  • @Schuischel
    Studien interessieren mich weniger. Ich vergleiche einfach die Charts, z.B. über die letzten 5 Jahre. Gute Fonds (die zugegeben in der Minderzahl sind) schlagen ETFs deutlich (trotz Ausgabeaufschlag und Gebühren). Einige Fonds haben die Crashs 2008 und 2011 erstaunlich gut überstanden. Was nutzt mir ein ETF, wenn ich dauernd zittern muss? Ich will nicht ständig kaufen und verkaufen! Daran verdient doch nur mein Broker. Außerdem ist mir die Zeit zu schade.

  • Die Studie ergab dass über 10 Jahre von 7.000 untersuchten Fonds es gerade mal nach Kosten 238 Stück geschafft haben einen Mehrwert nach Gebühren zu generieren. Das sind 3,4% der untersuchten Fonds. Ne, das ist kein Qualitätskriterium. Wer sagt mir, dass einer der erfolgreichen 238 Fonds nicht die nächsten 5 Jahre underperformt? Die Analyse und die Schlussfolgerungen passen hier m.E. massiv nicht zusammen.

  • Ich kenne keinen Fall bei dem man einen aktiv gemanagten Fonds vorziehen sollte. Wer risikoscheu ist, der soll sich einen ETF eines großen Index kaufen und einen Stop-Loss setzen. Fertig. Ein Fonds bewahrt ihn nachweislich nicht davor. Und Garantiefonds sind in den Aufwärtsphasen so schwach, dass sie keine Alternative darstellen. Ihre Phrasen hören sich wie aus einem Lehrbuch an. Schon mal selbst gehandelt? Ich bezweifle das. Ich empfehle Ihnen das Buch von Susan Levermann, der entspannte Weg zum Reichtum. Zwar hat sie komische Ansichten (ich empfehle den Inhalt nur begrenzt), die ersten Seiten des Buches sind aber höchst brisant. Sie erzählt, eigentlich will sie nur ihren Werdegang beschreiben, wie sie einfach mal Kundengelder in den Sand als "Probephase" gesetzt hat. Das erzählt sie so, wie wenn es nichts natürlicheres gibt. Keine Reue. Nein, sie war eben jung, gerade von der Uni gekommen und musste halt mal Erfahrung sammeln. Dafür gab die ?Deka? ihr auch bereitwillig einen Fonds als Managerin. Herrlich, wenn Sie das lesen, wissen Sie was für die von Ihnen verteidigten Manager wert sind. 0,0. Und das nachweislich durch verschiedenste Studien und Vergleiche mit dem Vergleichsindex. Was denken Sie, warum man in den Werbeprospekten immer nur 5 oder 6 Fonds abbildet und meist über eine sehr begrenzte Laufzeit? Warum werden so viele Fonds geschlossen, nur um ähnliche Fonds einen Monat später wieder aufzulegen oder Fonds nicht beworben? Wissen Sie wie viele Fonds allein die Allianz Global Investors aufgelegt hat? Und jetzt schauen Sie wie viele Fonds beworben werden. Irgendeinen Fonds mit einer guten Performance findet man darin gewiss. Und dieser Chart wird dann groß ins Prospekt gedruckt. Nächstes Jahr ist es schon wieder ein anderer... Ich erinnere an die Total Return Fonds der AGI.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%