Feri Eurorating Awards

Fonds-Auszeichnungen für die Besten

Es gibt sie noch, die guten Fondsmanager. Sie punkten mit stimmigen Anlageprozessen und guter Kursentwicklung. Am Dienstagabend wurden die Besten ihres Fachs mit den Feri Eurorating Awards ausgezeichnet .
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Preisverleihung in Bad Homburg: Werner Kolitsch, Deutschlandchef von Threadneedle, nimmt den Preis für den besten Universalanbieter von Aktien-, Anleihe und Mischfonds entgegen (Mitte). Es gratulieren: Tobias Schmidt (links), Vorstand Feri Eurorating, Katja Dofel (NTV) und Oliver Stock, Chefredakteur Handelsblatt Online. Foto: Bernd Roselieb

Preisverleihung in Bad Homburg: Werner Kolitsch, Deutschlandchef von Threadneedle, nimmt den Preis für den besten Universalanbieter von Aktien-, Anleihe und Mischfonds entgegen (Mitte). Es gratulieren: Tobias Schmidt (links), Vorstand Feri Eurorating, Katja Dofel (NTV) und Oliver Stock, Chefredakteur Handelsblatt Online.

Foto: Bernd Roselieb

FrankfurtBroschettes von Rinderfilet, Zander auf Minz-Püree und Weißwein-Birnchen an Marzipan-Krokant: In edlem Rahmen des Schlosses Bad Homburg vor den Toren Frankfurts feierten die besten Fondsmanager im Land am Dienstagabend den Erfolg ihres Schaffens in schwieriger, von Krisen geprägter Zeit. In der ehrwürdigen Schlosskirche vergaben das Analysehaus Feri Eurorating und das Handelsblatt als Medienpartner die „Feri Eurorating Awards 2013“. Die Finanz-Awards der Fondsbranche gehen an die Besten ihres Fachs. Mehr als 200 Vertreter der Branche trafen sich, um zum sechsten Mal die 30 Feri-Awards für in Deutschland angebotene Investmentfonds entgegenzunehmen.

Es gibt sie also noch, die guten Fondsmanager. Vielfach bestechen sie durch große stabile Teams von Experten, die es schaffen, ihre Überzeugungen in stimmige Strategien zu wandeln. Den wichtigsten Preis der Awards gewinnt der Fondsanbieter Threadneedle als bester großer und damit Universalanbieter von Aktien-, Anleihe- und Mischfonds. Erst 1994 gegründet, steuern die Briten auf eine dreistellige Euro-Summe verwalteten Vermögens zu. Das Ergebnis bei den Feri-Ratings ist bemerkenswert: Fast zwei Drittel aller bewerteten Fonds haben eine gute oder sehr gute Note. Die Konkurrenten liegen deutlich dahinter. Als einen nicht unwesentlichen Erfolgsfaktor nennt Tobias Schmidt, Sprecher des Vorstands von Feri Eurorating Services, den „stabilen Personalstamm“ von Threadneedle.

Unter den kleineren Anbietern mit einer geringeren Zahl an Produkten am deutschen Markt schafft es Aberdeen Asset Management auf das Treppchen. Das ursprünglich schottische Fondshaus hat seine Stärken vor allem auf der Aktienseite, vor allem auf Schwellenländermärkten. Die Feri-Analysten loben das große, stabile Expertenteam und einen in sich stimmigen Anlageprozess.

Bei den Aktienfonds hat die US-amerikanische MFS die Nase vorn. Die Gesellschaft mit Sitz in Boston legte 1924 den ersten Aktienfonds auf. Als Erfolgsgeheimnis gelten langjährige Erfahrung der Fondsmanager und der Wille, in schlechten Börsenphasen Verluste zu begrenzen. „MFS sorgt am deutschen Markt für Furore, was Aktienfonds angeht“, sagt Schmidt. Deren fundamentaler, sektorneutraler Ansatz sowie ihr großes Team von 200 Anlageexperten machten deren Erfolg maßgeblich aus.

Die Besten scheuen sich nicht, ausgerufene Trends zu korrigieren
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13 Kommentare zu "Feri Eurorating Awards 2013: Fonds-Auszeichnungen für die Besten"

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  • @Schuischel
    Studien interessieren mich weniger. Ich vergleiche einfach die Charts, z.B. über die letzten 5 Jahre. Gute Fonds (die zugegeben in der Minderzahl sind) schlagen ETFs deutlich (trotz Ausgabeaufschlag und Gebühren). Einige Fonds haben die Crashs 2008 und 2011 erstaunlich gut überstanden. Was nutzt mir ein ETF, wenn ich dauernd zittern muss? Ich will nicht ständig kaufen und verkaufen! Daran verdient doch nur mein Broker. Außerdem ist mir die Zeit zu schade.

  • Die Studie ergab dass über 10 Jahre von 7.000 untersuchten Fonds es gerade mal nach Kosten 238 Stück geschafft haben einen Mehrwert nach Gebühren zu generieren. Das sind 3,4% der untersuchten Fonds. Ne, das ist kein Qualitätskriterium. Wer sagt mir, dass einer der erfolgreichen 238 Fonds nicht die nächsten 5 Jahre underperformt? Die Analyse und die Schlussfolgerungen passen hier m.E. massiv nicht zusammen.

  • Ich kenne keinen Fall bei dem man einen aktiv gemanagten Fonds vorziehen sollte. Wer risikoscheu ist, der soll sich einen ETF eines großen Index kaufen und einen Stop-Loss setzen. Fertig. Ein Fonds bewahrt ihn nachweislich nicht davor. Und Garantiefonds sind in den Aufwärtsphasen so schwach, dass sie keine Alternative darstellen. Ihre Phrasen hören sich wie aus einem Lehrbuch an. Schon mal selbst gehandelt? Ich bezweifle das. Ich empfehle Ihnen das Buch von Susan Levermann, der entspannte Weg zum Reichtum. Zwar hat sie komische Ansichten (ich empfehle den Inhalt nur begrenzt), die ersten Seiten des Buches sind aber höchst brisant. Sie erzählt, eigentlich will sie nur ihren Werdegang beschreiben, wie sie einfach mal Kundengelder in den Sand als "Probephase" gesetzt hat. Das erzählt sie so, wie wenn es nichts natürlicheres gibt. Keine Reue. Nein, sie war eben jung, gerade von der Uni gekommen und musste halt mal Erfahrung sammeln. Dafür gab die ?Deka? ihr auch bereitwillig einen Fonds als Managerin. Herrlich, wenn Sie das lesen, wissen Sie was für die von Ihnen verteidigten Manager wert sind. 0,0. Und das nachweislich durch verschiedenste Studien und Vergleiche mit dem Vergleichsindex. Was denken Sie, warum man in den Werbeprospekten immer nur 5 oder 6 Fonds abbildet und meist über eine sehr begrenzte Laufzeit? Warum werden so viele Fonds geschlossen, nur um ähnliche Fonds einen Monat später wieder aufzulegen oder Fonds nicht beworben? Wissen Sie wie viele Fonds allein die Allianz Global Investors aufgelegt hat? Und jetzt schauen Sie wie viele Fonds beworben werden. Irgendeinen Fonds mit einer guten Performance findet man darin gewiss. Und dieser Chart wird dann groß ins Prospekt gedruckt. Nächstes Jahr ist es schon wieder ein anderer... Ich erinnere an die Total Return Fonds der AGI.

  • Ja? Fonds können meist nur in engen Grenzen sich in alternative Anlagen oder Liquidität stürzen. Siehe Fondsprospekt. Ganz wenige Ausnahmen haben wirklich Handlungsspielräume. Diese Fonds sind dann aber meist Hedgefonds, etc. Und das Geld, was man durch Ausstieg aus dem fallenden Messer spart verliert man meistens wieder, weil man den Einstieg verpasst. Und Fondsmanager kaufen meist nur das auf, was gerade eh hip ist. Meist kurz bevor sie Rechenschaft ablegen müssen. Dann hat man die "Winner" im Portfolio. Leider erst zu spät. Ich hab nun 14 Jahre Börsenerfahrung mit eigenem Kapital. Ich handel nur selbst und Produkte, welche man auf max. einer Din a4 Seite erklären kann. Also Aktien, Anleihen, ETFs und max. bei Produkten die ich sonst nicht handeln kann einfache Indexzertifikate. Und siehe da, ich schlage mich recht gut. Besser als praktisch jeder Fonds. Und das mit ca. 1 Std. pro Monat Arbeitsaufwand.

  • Wieder "NEIN". Aufgeklärte Verbraucher nutzen die Aufwärtsphasen der Börsen und vermeiden starke Verlustphasen der Börsen - beides so weit wie möglich. Das kann mit dem Kauf/Verkauf von Index-Fonds passieren, OK, oder (wer weniger Zeit und Ahnung hat) durch einen aktiv gemanagten Fonds.

  • @Schuischel
    Beispielsweise Studien des DSW http://www.dsw-info.de/Studie-zeigt-Fondsmanager-sin.1867.0.html#c3722
    Das hat nichts mit Statistik sondern mit Strategie zu tun. Und LogiK. Schauen Sie einmal, wann Unternehmen in einen Index oder eine Benchmark kommen und wann diese wieder heraus fallen: Eintritt immer nach Wachstumsphasen, also teuer, Austritt nach Krisen, also billig.
    Zustimmen kann (muss) ich der Aussage, dass viele aktive Fonds schlecht gemanagt sind und dann auch noch viel zu teuer. Klar ist auch, dass aktives Management um so erfolgreicher sein kann, je ineffizienter die Zielmärkte sind. Ein aktiver Fonds auf DAX-Werte macht keinen Sinn. Einer auf S- oder MDAX-Werte schon eher. Und klar ist auch: die Kostenquote ist entscheidend.

  • Fortsetzung: Lieber Berndengesser, dass hier einer alle 9 richtig beantwortet deckt sich völlig mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung. Und genau so ist es mit Fondsmanagern. Dass ein paar von zigtausend einige Jahre, teils Jahrzehnte gut abschneiden hat erst mal mathematisch nichts mit Können zu tun. Es lässt sich über die Wahrscheinlichkeitsrechnung erklären. Was dir aber nichts hilft, denn nur weil jemand 10 Jahre hintereinander einfach Glück hatte, bedeutet es nicht, dass er im nächsten Jahr wieder mehr oder weniger Glück als andere hat.

  • @berndengesser, diese wissenschaftlich fundierte Studie möchte ich sehen. Bitte nennen Sie Ross und Reiter. Wissen Sie, mein Prof erzählte uns mal bei der Gaussverteilung in einem Projekt im ersten Semester folgendes: Ein Student nimmt als Aufsicht an einer Studie teil. Er soll Aufsicht über einen Wahrsager in einem Hotelzimmer halten und ihm das Experiment erklären. Der Magier hat 2 Knöpfe, rot und grün. Er muss einen davon drücken. Danach leuchtet eine rote oder grüne Lampe auf. Die Lampe wird nach dem Zufallsprinzip gesteuert. Stimmt beides überein, so gehts in die nächste Runde und er muss sich wieder einen Knopf aussuchen. 1.Runde: rot, es leuchtet rot auf. 2.Runde: grün, es leuchtet grün auf. 3. Runde: grün. es leuchtet grün auf. 4.Runde: grün, es leuchtet grün auf. 5.Runde: rot, es leuchtet rot auf. 6. Runde: rot, es leuchtet rot auf! Wow, schon 6 Treffer! 7.Runde: rot, es leuchtet rot auf. 7. Runde: grün, es leuchtet grün auf! Der Student ist fast schon überzeugt einen echten Wahrsager mit übernatürlichen Kräften vor sich zu haben. 8.grün, es leuchtet grün auf!! 9.Runde: rot, es leuchtet rot auf! Damit ist das Experiment zuende. mehr als 9 Runden gibts nicht. Der Student ist hellauf begeistert, ein echter Magier steht vor ihm! Er reißt die Tür des Hotelzimmers auf und will schon in den Gang schreien, welch übernatürliche Kräfte er gerade erlebt hat. Da sieht er auf einmal ganz viele Studenten mit vielen Wahrsagern vor der Tür. Es waren genau 256 Testpersonen... (zu viele Zeichen)

  • @IQQ
    Es gibt ausreichend Studien, dass es einer (allerdings kleinen) Anzahl von Fondsmanagern über Jahrzehnte und zwar in fast jedem Jahr gelingt, die Vergleichsindizes und vor allem passive Produkte zu schlagen. Wichtig ist dabei, dass der Anleger sich vor der Anlageentscheidung die Kriterien klar macht, nach denen er die Managementleistung messen will. Dabei ist die Performance nur ein Faktor, das Risikopotential (Schwankungsbreite, maximale Verluste, Dauer von Verlustphasen usw.) ist ebenso wichtig. Bei guten Fonds funktioniert die Risikosteuerung inzwischen sehr gut, dazu werden keine hellseherischen Fähigkeiten benötigt. Entscheidender Faktor dabei ist es, wie schnell das Management bei Marktveränderungen reagieren kann. Dabei spielt die Fondsgröße eine entscheidende Rolle. Viele Anleger investieren in Modeprodukte, die viel zu groß sind.
    Die Preisverleihung ist ein Marketing-Instrument, bei dem leider, wie so oft, nicht die wirklich besten gelobt werden. PIMCO als den besten Rentenmanager auszuzeichnen ist ein Witz!. Threadneedle und Aberdeen haben tatsächlich einzelne sehr gute Produkte, die sich auch auf meiner Empfehlungsliste befinden. Die wirklichen Perlen aktiven Fondsmanagements aber sind von Feri nicht ausgezeichnet worden.
    Für meine Kunden ist das gut so, denn so bleiben diese Fonds klein und handlungsfähig und können auch in den nächsten Jahren wie in den vergangenen zwei Jahrzehnten die gewünschte Outperformance im Rendite-Risikoprofil erzielen.

  • Stimmt, gutes Argument für Indexfonds. Frage mich auch, welchen Mehrwert aktive Fonds auf Dauer liefern. Als Anleger liefert man natürlich den Mehrwert, dem auf dem Foto nett grinsenden Personal ihr sechstelliges Gehalt + Bonus zu zahlen (nur weil sie im "Sales" oder der "Geschäftsleitung" sitzen).

    Aber auch Indexfonds sind kein Allheilmittel. In fallenden Phasen hat man dann den ganzen Kram, den man eigentlich nicht will (z.B. Eon oder Banken im Stoxx etc) mit drin nur, weil die Werte im Index mit vertreten sind. Ausserdem sieht man gerade, dass eine Reihe von Werten mit hoher Marktkapitalisierung also hoher Gewichtung im Index zu sehr von den Investments institutioneller Anleger in Indexfonds abhängen.

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