Feri Eurorating
Das sind die besten Investmentfonds

Die Fondsbranche feiert sich selbst. Sie warnen jedoch vor Zinspapieren. Hier sei nur schwer Geld zu verdienen sein. Schlimmer noch: Anleger könnten in diesen Papieren gar verlieren.

Bad HomburgDienstagabend, 17.30 Uhr. In der Schlosskirche in Bad Homburg, dem noblen Frankfurter Vorort, treffen die ersten Gäste ein. Sie schütteln den Schnee ab, bekommen ihr Namensschild, wärmen sich im Zelt vor dem Eingang. Eine halbe Stunde später haben sich 200 Teilnehmer aus der Fondsbranche beim „Feri Eurorating Awards 2016“ versammelt. Sie alle hoffen darauf, einen der begehrten Preise mit nach Hause zu nehmen.

Die von der Analysefirma Feri Eurorating und vom Handelsblatt vergebenen Auszeichnungen sind in der Fondsbranche gefragt. Wer hier abräumt, der muss über fünf Jahre eine vorzeigbare Leistung gezeigt haben. Nur die Nominierten sind geladen. Von Anfang an herrscht ausgelassene Stimmung. Dazu gibt es auch allen Grund – der Branche geht es gut. Sie erwartet ein Rekordjahr. Allein in Deutschland verwalten die Häuser inzwischen zweieinhalb Billionen Euro. Und auch das Geschäft mit Privatkunden läuft.

Um 18 Uhr leert sich das Zelt. Die Gäste gehen die wenigen Schritte in die schöne Schlosskirche. Die Preisverleihung beginnt. Es werden die besten Fonds in jeder Kategorie gekürt, ebenso die besten Anbieter. Der Gewinner bekommt seinen Pokal aus der Hand von Feri-Vorstand Tobias Schmidt. Ein Applaus ist ihm sicher.

Aber so ganz ungetrübt ist die Stimmung dann doch nicht. Zwischendurch schaut der eine und andere auf sein Smartphone. Sie wollen über den neusten Stand vom Abschuss des russischen Jets im Nahen Osten durch die türkische Luftwaffe wissen. Schließlich strahlt das geopolitische Risiko auf die Finanzmärkte aus – die europäischen Aktienmärkte geben am Dienstag nach. Welche langfristige Entwicklung das Ereignis für die Märkte birgt, wissen auch die Experten nicht.

Den überraschendsten Auftritt bei der Preisverleihung auf der Bühne legt Ingo Ahrens hin, der Deutschland-Chef der niederländischen Fondsfirma Robeco. Ahrens bekommt den Award für das beste Anleihehaus. Er schockt das Auditorium mit seinem Ausblick. „Wir erwarten im nächsten Jahr für Anleihen einen Minusertrag von bis zu drei Prozent“, sagt er. Das Problem der Minizinsen bedrängt die Anleger schon seit einiger Zeit. Doch wenn Ahrens recht behält, dann werden die Anleger auf dem Feld sogar Verluste einstecken müssen.

Seite 1:

Das sind die besten Investmentfonds

Seite 2:

Zinsanlagen verlieren – jetzt bleiben nur noch Aktien

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%