Fester Bestandteil der Investmentszene – 30 Milliarden Euro verwaltetes Kapital
Frankreich erlebt wahren Boom seiner Hedge-Fonds-Branche

Was Hedge-Fonds betrifft, ist Frankreich Deutschland weit voraus. Seit einigen Jahren gibt es einen regelrechten Boom der Hedge-Fonds-Industrie. Aber Hedge-Fonds haben in Frankreich auch schon seit den achtziger Jahren Tradition. Trotzdem bleibt der Dach-Hedge-Fonds für die Franzosen das wichtigste Instrument in diesem Bereich.

HB DÜSSELDORF. Deutschland steht erst am Beginn der Lernkurve im Umgang mit Hedge-Fonds: Auflage von Produkten, Marketing, Risikomanagement, Verständnis von Anlegern und auch Beratern – alles muss sich erst nach und nach entwickeln.

Frankreich dagegen erlebt beispielsweise seit fünf Jahren einen wahren Boom seiner Hedge-Fonds- Industrie. Schätzungen gehen von 200 Produkten und mindestens 30 Mrd. Euro aus, die in Hedge-Fonds verwaltet werden. Alle großen Finanzdienstleister offerieren inzwischen entsprechende Produkte.

Der große Unterschied im Vergleich zu Deutschland liegt jedoch darin, dass die „Grande Nation“ schon seit den achtziger Jahren Dach-Hedge- und CTA-Fonds als eigene Asset-Klasse kennt. So wurde der erste französische CTA-Fonds im Jahre 1988 aufgelegt. Gleichwohl bleibt der Dach-Hedge-Fonds für die Franzosen das wichtigste Instrument in diesem Bereich. Denn der durchschnittliche Investor verfügt selten über die notwendigen Mittel und das Wissen, um selbst eine Auswahl unter Hedge-Fonds zu treffen und diese dann adäquat zu steuern.

Daher hat sich in Frankreich ein Dreiklang herausgebildet, nach dem die dortigen Anbieter, die ursprünglich keine Dach-Hedge-Fonds nach französischem Recht anboten, vorgehen: An erster Stelle stehen die Investmentbanken. Sie liefern die Struktur und die notwendige Liquidität der Hedge-Fonds, die für zögerliche Investoren oder Vertriebspartner eminent wichtig. An zweiter Stelle haben sich Family Offices in den vergangenen fast 20 Jahren eine große Expertise im Einsatz von Hedge-Fonds in der Vermögensverwaltung erworben. Als dritte im Bunde verstehen sich Asset Manager wie SGAM. Sie verschaffen Investoren mittels ihrer Dach-Hedge- Fonds Zugang zu den weltweit tätigen Hedge-Fonds-Managern. Als entscheidend hat sich herausgestellt, dass diese Dach-Hedge- Fonds überwiegend in „reife“ und amerikanische Hedge-Fonds investieren. Im Unterschied zu den USA besteht allerdings eine Parallele zwischen Frankreich und Deutschland: Während die amerikanische Hedge- Fonds-Kultur einen eher qualitativen Ansatz bevorzugt, steht für Deutsche und Franzosen vielmehr die quantitative Seite mit der Transparenz der Produkte und dem Risikomanagement im Vordergrund der Überlegungen.

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