Fidelity-Produkt erzielt hohe Zwölfmonatsrendite
American Growth Fund beendet Schwächeperiode

Für Rod Wright läuft es derzeit nicht gerade bestens: Mit einem Minus von 2,79 Prozent ist der von ihm gemanagte Pioneer US Mid Cap Value im aktuellen Zwölf-Monats-Vergleich von Feri Rating & Research das Schlusslicht unter 59 Fonds mit Schwerpunkt auf US-Nebenwerten (siehe Tabelle). Der Abstand zur Spitze beträgt nahezu 20 Prozentpunkte.

HAMBURG. Der Absturz des 2001 aufgelegten Pioneer-Fonds ist umso überraschender, da der bis vor wenigen Monaten zu den erfolgreichsten seiner Kategorie gehörte. Wright begründet das schlechte Abschneiden unter anderem mit dem Anlageschwerpunkt auf Unternehmen mit einem Standard & Poor's-Rating von mindestens "B+": Deren Kurse blieben in den vergangenen zwölf Monaten hinter denen von Unternehmen mit niedrigerem Rating zurück", sagt Wright. Negativ habe sich auch ausgewirkt, dass der Fonds kaum von der Rally von Immobilientrusts (Reits) profitiert habe, da diese bis März dieses Jahres nicht zum Anlageuniversum gehörten. "Mittlerweile wurden die Anlagegrundsätze des Fonds geändert, seitdem haben wir erste selektive Käufe vorgenommen."

Anders als der Pioneer-Fonds präsentiert sich der American Growth Fund von Fidelity in Top-Form: Mit einem Wertzuwachs von 16,37 Prozent erzielte er das beste Ergebnis seiner Vergleichsgruppe. Der seit 2003 für Neuanleger geschlossene Fonds durchlief ab 2000 eine lange Schwächephase, seit 2005 arbeitete er sich jedoch kontinuierlich an die Spitze vor - insbesondere dank "der guten Entwicklung einiger Rohstoff-Positionen, zuvorderst Titanium Metals", wie Bob Haber erläutert. Haber hat Anfang des Monats die Nachfolge von Neal Miller angetreten hat. Anders als sein Vorgänger, der die Investments breit über rund 250 Titel streute, bevorzugt Haber ein Portfolio von 45 bis 80 Aktien.

Jens Herdack bewertet den Fondsmanager-Wechsel beim American Growth als unproblematisch: "Bob Haber hat mit seinen bisherigen Fonds sehr gute Ergebnisse erzielt und sollte daher in der Lage sein, die Erfolge seines Vorgängers fortzuführen", sagt der Analyst der Berliner Weberbank. Generell sei das Produkt aber nur informierten Investoren zu empfehlen, die die Märkte laufend verfolgen. Für alle anderen Anleger kämen eher Produkte mit Schwerpunkt auf Substanzwerten in Frage: "Diese haben den Vorteil, dass sie von den tendenziell längeren Überrendite-Phasen dieses Anlagestils profitieren."

Zudem sei das Marktumfeld für Substanzwerte angesichts einer leichten Abschwächung der Welt-Konjunktur derzeit günstiger, ergänzt Herdack, der grundsätzlich die Beimischung von Nebenwertefonds empfiehlt. Den US Mid Cap Value von Pioneer hält er trotz der aktuellen Schwäche für eine gute Empfehlung, um dieses Segment abzudecken.

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