Finanzinvestor: EQT legt neuen Zwei-Milliarden-Fonds auf

Finanzinvestor
EQT legt neuen Zwei-Milliarden-Fonds auf

Der schwedische Finanzinvestor EQT will in den nächsten Jahren knapp zwei Milliarden Euro in Infrastruktur-Investitionen stecken. Der Anfang dafür ist bereits gemacht – mit einer Beteiligung an Eon Energy from Waste.
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FrankfurtDie von der schwedischen Milliardärsfamilie Wallenberg initiierte Beteiligungsgesellschaft hat innerhalb von elf Monaten 1,925 Milliarden Euro für ihren zweiten Infrastruktur-Fonds eingesammelt, wie EQT am Montag mitteilte. Die ersten Beteiligungen dafür hat der Investor bereits eingekauft: Im Dezember beteiligte sich EQT mit 51 Prozent an E.ON Energy from Waste, der Müllverbrennungsanlagen-Sparte des Energiekonzerns E.ON.

Mit einem kolportierten Preis von 500 Millionen Euro dürfte sie zu den größten Beteiligungen von EQT Infrastructure II gehören. Der Investor peilt im Schnitt einen Eigenkapitaleinsatz von 50 bis 250 Millionen Euro für seine Übernahmen an. Rund die Hälfte des Kaufpreises stemmen üblicherweise Finanzinvestoren mit Schulden. Vor allem Staats- und Pensionsfonds griffen bei EQT Infrastructure II zu: Sie kauften 60 Prozent der Anteile. Beim 2008 aufgelegten, 1,2 Milliarden Euro schweren Vorgängerfonds waren es nur 30 Prozent gewesen.

Auch der Finanzinvestor Equistone Partners Europe hat einen Fonds geschlossen, den ersten seit der endgültigen Abspaltung von der britischen Bank Barclays und den vierten insgesamt: Nach gut einem Jahr seien nunmehr die angepeilten 1,5 Milliarden Euro zusammengekommen, teilte die frühere Barclays Private Equity mit. "1,5 Milliarden während der momentanen Krise im Euro-Raum zu sammeln, ist durchaus eine Leistung", sagte Equistone-Manager Peter Hammermann.

In sieben Unternehmen hat der erneut auf mittelständische Unternehmen ausgerichtete Fonds in Deutschland bereits im vergangenen Jahr investiert, darunter den Autozulieferer Winkelmann aus Plettenberg und den Rollstuhl-Hersteller Sunrise Medical.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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