Flash-Crash und Hochfrequenzhandel: Der Mann, der den Dow Jones ins Wanken brachte

Flash-Crash und Hochfrequenzhandel
Der Mann, der den Dow Jones ins Wanken brachte

Blitzabsturz der US-Märkte: In Minuten brach der Dow Jones 2010 um über 600 Punkte ein. Ein britischer Händler soll dafür mit verantwortlich sein: Navinder S. ist nun in Haft. Seine Rolle in dem Fall ist aber nebulös.
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New YorkEr handelte allein. Aus seinem Haus im Londoner Vorort Hounslow heraus kaufte und verkaufte der britische Händler Navinder S. über Jahre hinweg Terminkontrakte auf den breit gefassten Aktienindex S&P 500. An guten Tagen soll er mehr als 800.000 Dollar Gewinn gemacht haben. Doch der 37-Jährige war kein gewöhnlicher Händler, zumindest nicht in den Augen des US-Justizministeriums.

S. wurde am Dienstag in Großbritannien festgenommen. Die US-Behörde hat eine strafrechtliche Klage gegen ihn eingereicht, weil er Märkte im großen Stil manipuliert haben soll. So auch am 6. Mai, als der US-Leitindex Dow Jones binnen fünf Minuten um mehr als 600 Punkte einbrach. Bei dem sogenannten Flash Crash soll S. eine wesentliche Rolle gespielt haben, heißt es beim Justizministerium und der Derivateaufsicht CFTC, die ebenfalls eine Klage gegen ihn eingereicht hat.

S. habe „eine Reihe von außergewöhnlich umfassenden, aggressiven und hartnäckigen Täuschungstaktiken angewendet“, um die Preise für die Terminkontrakte zu manipulieren, heißt es in der Klageschrift der CFTC, die seine Handelsstrategien detailliert nachvollzogen haben will.

„Spoofing“ heißt die illegale Strategie, bei der ein Händler zum Beispiel eine große Kauforder abgibt und anderen damit signalisiert, dass der Preis steigen könnte. Der Händler zieht dann jedoch die Order schnell wieder zurück und verkauft Papiere zu einem leicht höheren Preis.

S., der auf eine Mischung aus Hochfrequenzhandel und manuellen Entscheidungen gesetzt haben soll, hat diese Taktik offenbar noch weiter ausgereizt. Er habe einen Algorithmus eingesetzt, der mit großen Verkaufsordern die Preise systematisch immer weiter nach unten getrieben haben soll.

Tatsächlich verkaufen wollte er die zehntausende Kontrakte jedoch nicht, die unter dem Stichwort E-minis an der Optionsbörse CME in Chicago gehandelt werden. Der CME zufolge wurden 99 Prozent der Order wieder gelöscht, bevor sie ausgeführt wurden.

S. habe so regelrecht mit den Märkten spielen können. Wenn er den Algorithmus laufen ließ, dann seien die Preise gefallen. Schaltete er ihn aus, hätten sie sich wieder erholt und der Händler konnte seine Geschäfte entsprechend anpassen.

Es war ein lukratives Geschäft. Mehr als 40 Millionen Dollar Gewinn habe er seit April 2010 gemacht und dabei riesige Summen an fiktiven Werten jongliert. Im Schnitt hätten seine Geschäfte ein theoretisches Volumen von 7,8 Milliarden Dollar pro Tag erreicht, wenn alle Order durchgegangen wären. An manchen Tagen machten „die Verkaufsorder des Beschuldigten bis zu 40 Prozent aller aktiven Verkaufsorder aus“, so die Derivateaufsicht.

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  • Sinnlose Beiträge werden immer wieder mit A.Schneider geschrieben, ich bin das nicht
    und daher melde ich mich beim Handelsblatt ab. Es nervt einfach!

  • also doch NEID.

    Neid ist es, wie andere es sehen, der Neidische empfindet es als Verachtung und es ist Verachtung der eigenen Person, die nicht rafft, was los war.

    schöne Träume noch

  • oje, mein DAX CFD, Short ist mal gerade bei + 95%. Aber der Down-Impuls ist ja auch noch nicht beendet. Ja, es macht echt Spaß mit dem DAX etwas zu arbeiten.

    300% heute ??
    Wann haben sie denn den Call heute gekauft/ verkauft?

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