Flottenfonds III
Beim MPC-Schiffsfonds braut sich was zusammen

Beim MPC-Flottenfonds III steht Ärger ins Haus: Ein Reeder will die Auszahlung an die Anleger stoppen und gegen MPC-Manager liegen Strafanzeigen vor – es geht um Bestechung. MPC bestreitet die Vorwürfe.
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DüsseldorfDer Streit zwischen der E.R. Schifffahrt und dem Schiffsfonds MPC Flottenfonds III geht in die nächste Runde. 50 Millionen Dollar fordert die Reederei von dem Fonds. Um an das Geld heranzukommen, versucht die Reederei Auszahlungen des Fonds an die Anleger zu verhindern. Eine einstweilige Verfügung, die das bewirkt hätte, hat das Landgericht Hamburg Anfang Mai aufgehoben (Az.: 401 HKO 3/14). Am Mittwoch wurde erneut vor dem Oberlandesgerichts (OLG) Hamburg verhandelt (Az.: 11 U 146/14). Ergebnis diesmal: „Die Parteien setzen ihre Vergleichsgespräche außergerichtlich fort. Falls es zu keiner Einigung kommt, wird das Gericht am 25.7. eine Entscheidung treffen“, so die Mitteilung einer Gerichtssprecherin.

Für die Anleger geht damit die Geduldsprobe weiter. „In diesem Rechtsstreit geht es um eine von E.R. Schifffahrt geforderte vorläufige Arrestierung des Anlegerkapitals“, teilte Kathrin Stehr, Sprecherin der MPC Capital, auf Anfrage von Handelsblatt Online mit. Sprich: Der Fonds dürfte das Geld vorerst nicht auszahlen. „Wenn der MPC Flottenfonds unterliegt, darf das Kapital erst nach einem erfolgreichen Abschluss des Rechtsstreits in der Hauptsache ausgezahlt werden“, ergänzt Stehr. Wann die Anleger also ihr Geld bekommen, kann niemand so genau sagen.

Eigentlich war der MPC Flottenfonds III im Branchenvergleich immer positiv aufgefallen. Während andere Schiffsfonds in der Schifffahrtskrise der vergangenen Jahre reihenweise Pleite gegangen sind, hat dieser nicht nur das Kapital der Anleger erhalten, sondern auch eine positive Rendite erzielt. Doch seit der Fonds im vergangenen Jahr – mit Zustimmung der Anleger – vorzeitig einen Festchartervertrag gekündigt und die 14 Schiffe der Flotte verkauft hat, gibt es Ärger.

E.R. Schifffahrt fordert nicht nur mehr Geld, sondern hat bei der Staatsanwaltschaft Hamburg auch Strafanzeige gegen fünf MPC-Manager eingereicht. Dies bestätigte E.R. gegenüber Handelsblatt Online, wollte sich zu den Details aber nicht äußern. Auch eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft bestätigte den Eingang der Strafanzeige. Es gehe dabei um den Vorwurf der Bestechung im geschäftlichen Verkehr nach Paragraph §299 StGB. Der zur Anzeige gebrachte Sachverhalt werde geprüft, über Einzelheiten könne sie aber keine Angaben machen.

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