Fokus auf Innovationsführer
DWS überzeugt mit europäischen Randthemen

Mit den Aktienfonds DWS Europa Innovation und DWS Sterne Europas ist Deutschlands größte Fondsgesellschaft DWS bisher sehr erfolgreich: Zwei Jahre nach der Auflegung verwalten beide bereits über 450 Mill. Euro. Auch die Performance stimmt. Ein Fokus auf Innovationsführer beschert der Deutsche-Bank-Tochter einen Spitzenplatz unter den Europafonds.

HAMBURG. Mit einem Wertzuwachs von 46,25 beziehungsweise 38,47 Prozent belegen sie im Zwölf-Monats-Vergleich von 338 Europa-Fonds die Plätze eins und zwei. "Beim DWS Europa Innovation stehen Unternehmen mit einer starken Betonung von Forschung und Entwicklung im Mittelpunkt", beschreibt Fondsmanagerin Susan Levermann die Strategie. Beispiele seien der deutsche Sanitär-Spezialist Geberit und der schwedische Maschinenbauer Alfa Laval. Auf Branchenebene bevorzugt Levermann die Bereiche Informationstechnologie und Dauerhafte Konsumgüter, die sie mit je 25 Prozent gewichtet.

Ganz anders ist der DWS Sterne Europa positioniert, mit dem Levermanns Kollege Michael Sieghart schwerpunktmäßig auf Investments außerhalb der Kernländer Mitteleuropas setzt. Entsprechend stark weicht nicht nur die Branchen-, sondern auch die Ländergewichtung ab: So gewichtet Sieghart etwa Österreich mit 29 Prozent. Dessen Anteil beträgt im DWS Europa Innovation nur drei Prozent.

Heinrich Morgen, Berater des auf Rang sieben liegenden Morgen Europa Aktien Universal, konzentriert sich dagegen nicht von vornherein auf bestimmte Branchen oder Regionen. "Derzeit meiden wir die Bereiche Pharma und Technologie allerdings komplett", sagt er und verweist auf die schwache Entwicklung beider Märkte. Stattdessen bevorzugt Morgen bereits seit längerem Stahl- und Maschinenbau-Aktien, die mit zusammen 23 Prozent die größte Branchenposition bilden: "Beide Segmente besitzen noch sehr viel Potenzial".

Für den europäischen Aktienmarkt ist Morgen zuversichtlich und verweist auf die Börsenregel? wonach eine Hausse erst in der Euphorie stirbt. "Von einem solchen Szenario ist derzeit kaum etwas zu spüren, stattdessen sind immer noch viele Privatanleger und Institutionelle nicht in europäischen Aktien investiert".

Aus Sicht von Jan Richter eignet sich der Morgen Europa Aktien Universal gut als Basisinvestment für den europäischen Aktienmarkt: "Heinrich Morgen gehört zu den erfahrensten Fondsmanagern in Deutschland", sagt der Analyst der Münchener Beratungsgesellschaft Fondsconsult. Damit sei der Fonds trotz des geringen Volumens von wenigen Millionen Euro ein interessantes Nischenprodukt. Die beiden DWS-Produkte beurteilt Richter ebenfalls positiv. Wegen ihrer Spezialisierung auf relativ risikoreiche Branchen und Regionen seien sie aber nur als Beimischung geeignet.

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