Fonds Da geht noch was!

Die Aktienmärkte laufen mittlerweile heiß. Trotzdem kann ein Investment in diese Anlageklasse lohnen. Mit welchen Strategien und Fonds chancenorientierte Anleger jetzt noch einsteigen können.
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Hektische Händler an der Wall Street: Die Aktienmärkte legten seit Jahresbeginn eine Rally hin. Quelle: dpa

Hektische Händler an der Wall Street: Die Aktienmärkte legten seit Jahresbeginn eine Rally hin.

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„Wir sind wieder bei der Arbeit“, sagt Warren Buffett bei der diesjährigen Hauptversammlung von Berkshire Hathaway im Mai. Dabei sieht der 82jährige verschmitzt seinen langjährigen und 89jährigen Partner Charles Munger an: „Charlie und ich haben noch einmal unsere Safari-Outfits angelegt. Wir sind wieder auf Elefantenjagd.“

Und letztere sieht beim erfolgreichsten Investor der Welt folgendermaßen aus: Für seine Holding Berkshire Hathaway kaufte er im Januar um 23 Milliarden Dollar Anteile am Ketchup-Hersteller Heinz. Anfang Mai investierte er weitere 2,1 Milliarden für einen zwanzigprozentigen Anteil an der israelischen IMC Metalworking Company. Und jetzt verkündete er auch noch den Kauf des amerikanischen Stromversorgers NV Energy – für 5,6 Milliarden Dollar in Cash.

Für die Märkte gilt die Shoppinglaune von Buffett als Einstiegssignal. Denn er gilt als typischer Value-Investor, der nur unterbewertete Aktien kauft, die später fast immer im Wert steigen. Mit diesem Rezept wurde Buffett zu einem der reichsten Männer der Welt. Und er machte auch viele seiner Anleger reich: So kostete Berkshire Hathaway anno 1965, als er die Aktiengesellschaft kaufte, 43 Dollar. 1985 wandelte er die Gesellschaft in eine reine Beteiligungsgesellschaft um. Der Kurs lag bei 1 000 Dollar. Derzeit notiert ihr Wert bei mehr als 172.000 Dollar. Sollen Anleger also wie Buffett jetzt im großen Stil in die Märkte einsteigen?

Ganz so eindeutig ist das Bild derzeit leider nicht. Nach Korrekturen in der vergangenen Woche mehren sich die Stimmen der Skeptiker. So macht der Spiegel mit dem Titel „Die Billionenblase“ auf. Die Autoren zeigen in dem Artikel, dass eine Zinssenkung der US-Notenbank bevorstehen und einen weltweiten Crash der Märkte nach sich ziehen könnte. Was steckt dahinter? Und was ist Investoren zu raten, die Chancen und Risiken sorgfältig abwägen?

Fantastische Börsenrally in Japan und in den USA

Fakt ist: Bis Mitte Mai schien die japanische Börse nicht zu stoppen. Der Aktienindex Nikkei 225 begann im Oktober 2012 zu steigen, nachdem Ministerpräsident Shinzo Abe ein Konjunkturprogramm für die Fukushima-Region im Wert von 175 Milliarden Dollar angekündigt hatte. Die Notenbank lockerte kurz darauf die Geldpolitik, sorgte so für einen schwachen Yen und unterstützte die Exportindustrie.

Das Börsenbarometer stieg fast um 80 Prozent. Abe wurde gefeiert, als die Statistik belegte, dass die japanische Wirtschaft im Vergleich zum Vorjahr um 3,5 Prozent gewachsen war. Doch plötzlich geriet die Rally ins Stocken.

Fondsmanager bleiben im Markt
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13 Kommentare zu "Fonds: Da geht noch was!"

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  • The AGNC earnings report was indeed worrisome as it registered its worst Q1 ever. For the first quarter, it reported a comprehensive loss per common share of $1.57. This included $0.64 net income per share with a $2.21 loss per common share in other comprehensive areas (such as unrealized losses on investments). AGNC also reported a $0.78 net income spread per share (that is, the income made after cost of borrowing, expenses and interest income). Its total economic return, which is calculated by taking the dividends paid plus the change in book value, was a loss of $1.46 per share, or 4.6% for the quarter. Much of the losses came from $837 million (about $2.20 per share) of unrealized losses on agency securities. AGNC had realized losses of $26 million related to the sale of agency securities. In addition, AGNC realized about $0.55 per share in losses related to the recognition of tax during the quarter. Overall, this was AGNC's worst quarter in a long time, if not ever.

  • @Arthur Dent

    Na ja, mit einer Wertentwicklung von sagenhaften -21.03% seit Jahresanfang und der Tatsache, dass dieses Unternehmen (Aufkäufer von Hyposchrott-Papieren der Zombies wie Fannie Mae etc.) bei der kleinsten Aussicht auf steigende Zinsen in die Knie gehen, lässt wohl die wenigsten Anleger gut schlafen. Da hilft mir auch die Dividendenrendite abzgl. Steuer nur zum Teile meine Verluste wieder zu decken.

  • @Micha; Noch viel ruhiger schläft man mit echten High-Yieldern wie AGNC. Erfordert hat. mehr Arbeit.

  • Es ist eigentlich egal, ob man kurzfristige oder langfristige Anlage im Mind hat! Es gilt immer die Devise, billig kaufen, teuer verkaufen, nur in wahre Werte investieren. Und man sollte immer Titel haben, die man jederzeit verkaufen kann, um genug flüssig machen zu können. Weil Geldanlage ist nicht alles, denn zu leben ist ja auch noch!

    Meine Devise ist 50:50, 50% bleibt immer investiert, wenn ich mich für eine Aktie entschieden habe, 50% ist Arbeitsmasse. Bin ich im Plus mit dieser Aktie setze ich gestaffelte StopLoss und ziehe die immer nach und lass es aber laufen. Bin ich im Minus oder habe mal genug Zeit mich täglich zu kümmern, trade ich aktiv mit der Aktie, kaufe bei tief, verkaufe bei hoch. Dabei muss man aber die Tradingkosten genau miteinberechnen und den Trend im Auge haben.
    Regelmäßig ausserdem die wichtigen Firmenkennzahlen überwachen, denn nichts bleibt wie es ist.

    In Optionen Short oder Long gehen ist eher unergiebig, da die ausgebenden Stellen immer wieder "abcashen" durch Manipulation des Marktes und leider haben die mehr Cash in der Hinterhand als man selbst bzw. leihen sich den kurz aus, um keine Verluste zu machen. Das muss man also mindestens täglich überwachen, genauso wie alle anderen Hebelpapiere, die einen schnell arm machen können.

  • O-Ton Handelsblatt
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    Deutschland verliert 1,1 Millionen Ausländer
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    Ein "Verlust", den man verschmerzen kann.

    Zu schön um wahr zu sein?

    Die unterschiedlichen Methoden mit denen die jeweiligen Zahlen erhoben werden macht es schwierig, sie zu vergleichen.

    Wirklich interessant wäre mal eine Erhebung über den Anteil der Migrationshintergründler am Bezug von Sozialleistungen.

  • Nachtrag: Zum Beispiel betreibt Franklin Templeton keine Wertpapierleihe

  • @Branchenüblich. Im Prinzip richtig, doch es lohnt sich genau hinzuschauen und die Berichte zu lesen. Wenn überhaupt ETFs dann nur (!) physisch replizierende!

  • Guter Ansatz. Habe in meinen "jungen Jahren" viel "getradet". Meine Erfahrung nach vielen Gewinnen und Verlusten: "Hin und her macht Taschen leer!" Letztendlich gewinnt immer die Bank! Mit aktiven Dividendenfonds schläft man viel ruhiger und zählt langfristig zu den Gewinnern.

  • Schauen Sie mal in die rechtlichen Prospekte der Fonds - es gibt kaum einen Fonds/eine Fondsgesellschaft, die keine Wertpapierleihe/Stock Lending betreibt. Das ist ein legales, lukratives Geschäft für die Investmenthäuser. Die ETFs haben da nur nachgezogen. Wichtiger bei den ETFs ist die Unterscheidung zwischen replizierend (also direkt in die Wertpapiere investierend) oder synthetisch. Letzteres würde ich meiden.

  • Im Prinzip richtig, doch wohin mit dem Geld? Alternativen gibt es ja nicht so viele...
    Ich bleibe in aktiv verwalteten Dividendenfonds investiert und das bei einem Anbieter, der mir nicht nur den Ausgabeaufschlag, sondern auch noch die Kickbacks (!) erstattet (einfach googlen unter Alpha-Tarif). Von ETFs bin ich abgekommen, da diese die Wertpapierleihe aktiv betreiben! Sehr riskant! Da werden u.a. Staatsanleihen als Sicherheiten mit reingenommen! Wohin das führen kann, wissen wir seit Lehmann. Daher lieber einen aktiven Fonds mit höheren Gebühren, von denen man beim richtigen Vermittler auch noch was zurückbekommt.

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