Fonds der Apo Asset Management mischt US-Hochzinstitel bei
Strategen sehen keine Gefahr für Unternehmensanleihen

Die jüngste Leitzinserhöhung in USA und die damit eingeleitete Zinswende beeinträchtigt zwar auch die Kurse der Unternehmensanleihen. Allerdings rechnen die Lenker von Fonds mit einer weiterhin hohen Nachfrage nach diesen Titeln.

HB FRANKFURT/M. „Gewissermaßen aus Mangel an Anlagealternativen werden die Anleihen von Investmentgrade-Unternehmen auch im restlichen Jahr 2004 weiter gut laufen“, glaubt etwa Christian Müller-Goedecke, Leiter Corporate Bonds bei der HSBC Trinkaus Capital Management. Mit einem Zwölfmonats-Wertgewinn von 4,28 Prozent liegt der von der Gesellschaft beratene HSBC Trinkaus Corporate Bonds Europa Inka an fünfter Stelle unter 51 Fonds, die auf europäische Unternehmensanleihen mit Investmentgrade-Status ausgerichtet sind (Ratings von mindestens „BBB“).

Noch zwei Plätze davor rangiert der Apo Rendite Plus Inka, der 4,53 Prozent gewann. „Firmentitel werden sich zwar dem allgemeinen Zinstrend nicht entziehen können, allerdings sollten sie von der konjunkturellen Erholung und steigenden Unternehmensgewinnen profitieren“, sagt Karen Kricks-Brunnlieb, die den Fonds für die Apo Asset Management, eine Tochtergesellschaft der Deutschen Apotheker- und Ärztebank, steuert.

Der wesentliche Unterschied zwischen beiden Portfolios: Der HSBC Trinkaus Corporate Bonds Europa enthält ausschließlich in Euro ausgestellte Papiere, die zu 80 Prozent von Emittenten mit Investmentgrade stammen. Die übrigen 20 Prozent sind in europäischen Hochzinstiteln mit geringeren Ratings angelegt. Dem gegenüber kann der Apo Rendite Plus bis zu 35 Prozent seiner Mittel am amerikanischen und europäischen Hochzinsmarkt investieren. Derzeit ist rund ein Drittel der Mittel in US-Hochprozentern angelegt.

„Auf längere Sicht glaube ich, dass der Apo Rendite Plus auf Grund der Kombination von Währungsabsicherung und US-Hochzinsanteil die bessere Wertentwicklung erzielen wird“, sagt Thomas Portig, Leiter der Fondsanalyse bei H.C.M. Capital Management. Schließlich sei der US-Markt gerade bei den niedrigeren Bonitäten besser entwickelt und weitaus liquider. „Und hier spielt die Musik“, sagt er.

Sowohl Müller-Goedecke als auch Kricks-Brunnlieb halten die aktuelle Aufteilung ihrer Portfolios in Anleihen von Emittenten mit Investmentgrade und Hochprozentern für eher defensiv. Unter Branchengesichtspunkten favorisieren beide Portfoliolenker den Telekomsektor. „Das ist ein sicherer Sektor mit interessanten Renditevorteilen“, sagt Müller-Goedecke.

Einen weiteren großen Brocken bilden im HSBC Trinkaus Corporate Bonds Europa die Anleihen von Unternehmen aus dem Bereich des nicht zyklischen Konsums. Hier präferiert Müller- Goedecke die Titel von Tabakherstellern „ohne US-Standbein“ wie Imperial Tobacco, Gallaher oder BAT. „Darüber hinaus wollen wir die Titel von Versorgern wieder stärker betonen, weil sie von steigenden Zinsen weniger in Mitleidenschaft gezogen werden dürften“, sagt er.

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