Fonds
Die Zeitenwende in der Geldanlage

Die niedrigen Zinsen gefährden tradierte Strategien der Geldanlage. Vor allem bei Anleihen ist nicht mehr viel zu holen. Betroffen sind die Lieblingsfonds vieler Anleger. Wie Vermögende die Ebbe im Depot vermeiden.
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Rendite, Rendite, Rendite. Wenn es um die Auswahl von Investmentfonds geht, wählen Anleger die Produkte meist nach der Performance in der Vergangenheit aus. Oder folgen der Empfehlung ihres Bankers. Beide Strategien führen nicht unbedingt zum Erfolg. Gerade die historische Performance ist kein guter Indikator für zukünftige Ertragschancen.

Das gilt derzeit vor allem für Anleihen. Anleger, die Mischfonds oder Anleihefonds halten, müssen sich auf einen dramatischen Umbruch einstellen, wie die Studie „Raus aus der Zinsfalle - Neue Strategien für neue Rahmenbedingungen“ des Kölner Vermögensverwalters Eckhard Sauren zeigt.

Die Aussichten sind nicht rosig: „Rentenpapiere haben in den vergangenen Jahren extrem stark von einem hohen Zinscoupon sowie von sinkenden Zinsen und einem deutlichen Kursanstieg profitiert. Wir wollen Anleger sensibilisieren, dass es so nicht weitergehen kann“, sagt Sauren.

Denn hinter uns liegt eine Rentenrally, die in der Geschichte beispiellos ist. Um 781 Prozent oder 6,9 Prozent pro Jahr hat der Rex Performanceindex, der die Wertentwicklung deutscher Bundesanleihen spiegelt, zwischen August 1981 und Februar 2014 zugelegt. Rentenfonds waren in dieser Zeit ein Selbstläufer, Anleger erzielten wie von selbst gute Renditen. Dazu bedurfte es nicht einmal eines guten Fondsmanagements. Auch die Fonds profitierten von den hohen Zinscoupons und den steigenden Kursen.

Doch die Party ist vorbei. Selbst wenn sich die Zinsen nicht weiter verändern, können Anleger mit Rentenfonds nicht mehr mit den hohen Renditen wie in der jüngsten Vergangenheit rechnen. Die Umlaufrendite von Bundesanleihen lag Ende Februar gerade mal bei 1,29 Prozent.

Selbst wenn die Zinsen auf ihrem derzeit niedrigen Niveau verharren, sind die Renditechancen sehr begrenzt. Und dabei müssen sich Anleger mittel- bis langfristig auf steigende Zinsen einstellen. „Es muss klar sein, dass die Niedrigzinsen kein Dauerzustand sein können. Von Niedrigzinsen gehen auch unerwünscht Risiken und Nebenwirkungen aus“, sagt Bundesbankpräsident Jens Weidmann.

Kommentare zu " Fonds: Die Zeitenwende in der Geldanlage"

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  • Anleger sollten nur kurzfristige, Rendite starke und 100% Kapital gesicherte Investments eingehen. Leider wird dies von deutschen Banken nicht angeboten ( ab 10 Mio. EUR schon!), warum in der Schweiz? Meines Erachtens gibt es für größere Vermögen ( ab 100k)bis dato noch immer keine alternative zur Schweiz!

  • Hochverzinste Risikoanleihen a la Heidelbergcement oder Schaeffler bringen 3 bis 4% vor Steuern d.h. effektiv rd. 2,5 %. Wenn deren abnorm hoher Kurs in den nächsten 2 bis 4 Jahren dann ins Rutschen kommt, ist die aufgelaufene Rendite sehr schnell sehr negativ.
    Alternativ kann man mit Bonds kurzfristig spekulieren, aber wer will das und KANN das?
    Ergo, Finger weg von Bonds.

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