Fonds
ETFs erobern den Markt

Der Handel mit börsennotierte Indexfonds (ETFs) brummt. Das Finanzprodukt ist vergleichsweise einfach zu verstehen und muss nicht aktiv gemanagt werden. Attraktiv für Anleger sind auch die neuen ETFs auf Branchen und Schwellenländer.
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Frankfurt So haben die Indexfonds einer Studie zufolge zum Jahresanfang 2011 weiter Marktanteile in Deutschland gewonnen. Im Januar flossen den beim deutschen Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) gemeldeten ETFs 0,6 Milliarden Euro zu, wie der Finanzberater Kommalpha am Montag mitteilte. Gleichzeitig kamen aktiv gemanagte Investmentfonds für den öffentlichen Vertrieb nur auf 0,1 Milliarden Euro.

Bei Aktienprodukten verbuchten beide Fondskategorien ähnlich hohe Zuflüsse. Bei Anleihenprodukten fiel die Bilanz der ETFs dagegen deutlich besser aus als die der aktiv verwalteten Fonds. "Das lag vor allem daran, dass Investoren viel Geld aus aktiv verwalteten Geldmarktfonds abgezogen haben", sagte Thomas Prönnecke, Chefanalyst bei Kommalpha.

Mit der Entwicklung zum Jahresanfang setze sich der Trend der vergangenen Jahre fort. In den vergangenen drei Jahren hätten ETFs ihren Marktanteil bei Aktienfonds - gemessen am verwalteten Vermögen - auf etwa 20 Prozent verdreifacht.

Innerhalb der Aktien-ETFs habe sich der Anteil der Europa-Fonds stark verringert - von rund 43 Prozent auf 25 Prozent in den vergangenen drei Jahren. Der Anteil der börsennotierten Indexfonds auf den deutschen Markt sei weitgehend stabil geblieben, während Schwellenländer-, Branchen- und Nordamerika-ETFs hinzugewonnen hätten. "Das liegt zum Einen sicher daran, dass Investoren neue Produkte zuerst für Investitionen in ihre Heimatmärkte nutzen", sagte Prönnecke. "Zum Anderen gab es damals noch nicht so viele ETFs auf Schwellenländer, Nordamerika und einzelne Branchen."

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Fonds: ETFs erobern den Markt"

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  • Indexfonds (ETF's) sind zurecht gefragt.
    Aber Indexfonds bewegen sich meist mit hoher Volatilität, wie der zugrunde liegende Index eben auch. Da hilft es z.B. mit einem Trendfolgemodell wie der 200 oder 300-Tage-Linie in Krisensituationen den Indexfonds auch mal zwischendurch zu verkaufen. Das verbessert die Performance und schützt vor allzu massiven Kursrückschlägen. Die letzten 15 Jahre seit 1995 trotz den beiden Crashs 2000-2003 und 2008-2009 brachten beim DAX jährlich 7,0% und mit Trendfolge 12,1 % pro Jahr.

  • ETF's (Indexfonds) sind zurecht im Aufwind.
    Aber Indexfonds bewegen sich meist mit hoher Volatilität, wie der zugrunde liegende Index eben auch. Da hilft es z.B. mit einem Trendfolgemodell wie der 200 oder 300-Tage-Linie in Krisensituationen den Indexfonds auch mal zwischendurch zu verkaufen. Das verbessert die Performance und schützt vor allzu massiven Kursrückschlägen. Die letzten 15 Jahre seit 1995 trotz den beiden Crashs 2000-2003 und 2008-2009 brachten beim DAX jährlich 7,0% und mit Trendfolge 12,1 % pro Jahr.

  • Hoffentlich haben die Anleger aus "Lehmann" gelernt und informieren sich besser!
    ETFs sind eine hervorragende Anlagemöglichkeit, solange es sich um physisch replizierende Fonds handelt, welche die entsprechenden Aktien real kaufen.
    Gefährlich wird es bei ETF's, welche die nachzubildenden Indizes mit Swap-Geschäften bilden. Da kann es dann sein, daß ein ETF auf den Deutschen Aktienindex plötzlich in japanischen Aktien investiert ist! Alles gar kein Problem sagen da die Anbieter. Die Entwicklung erfolgt entsprechend dem Index... Dazu fällt mir nur Goethes Faust ein: "Die Botschaft hör' ich wohl, allein mir fehlt der Glaube"

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