Fonds-Rating
Halbleiterwerte drücken US-Technologiefonds

Wer in Technologiefonds investiert, muss stets auf deutliche Kursschwankungen gefasst sein. Zwar blieben im laufenden Jahr spektakuläre Kursstürze wie beim Platzen der Spekulationsblase vor sechs Jahren in dieser Kategorie bislang aus, doch in ruhigem Fahrwasser befindet sich die Technologiebranche bei weitem nicht.

HAMBURG. Konnten sich die Anleger Ende März dieses Jahres noch über ein durchschnittliches Zwölf-Monats-Plus von fast 30 Prozent freuen, so ermittelte die Ratinggesellschaft Feri in ihrer jüngsten Analyse zum Stichtag 31. Juli im Schnitt ein Minus von 6,1 Prozent.

Vergleichsweise gut aus der Affäre zogen sich auf Asien oder Europa begrenzte Produkte wie der JF Pacific Technology und der JP Morgan Europe Technology. Fondsmanager Victor Lee erzielte mit dem Pazifik-Fonds ein Plus von 11,06 Prozent, der von Ajay Gambhir betreute Europa-Fonds schaffte immerhin einen Zuwachs von 6,18 Prozent.

Weit weniger erfreulich lief es für Fonds wie den DWS US Technoaktien Typ 0 oder den Dit-Internet die schwerpunktmäßig in den USA investieren. Beide litten unter der schlechten Entwicklung des Marktes in Übersee und liegen mit einem Minus von 15,06 beziehungsweise 15,24 Prozent auf den Rängen 94 und 95 ihrer Vergleichsgruppe. Auch JP Morgan-Manager Gary Liberman konnte sich dem ungünstigen Marktumfeld nicht entziehen. Zwar liegt der von ihm betreute JP Morgan US Technology noch vor den beiden genannten Konkurrenten, doch das Ergebnis fällt mit einem Minus von 11,4 Prozent ebenfalls enttäuschend aus.

Die Aussichten für Liberman, in den kommenden Monaten eine bessere Wertentwicklung als seine Kollegen Gambhir und Lee zu erwirtschaften, bleiben bis auf weiteres eher schlecht. "Der US-Technologiesektor ist sehr stark von der Halbleiterbranche geprägt, für die wir vorerst mit weiteren Korrekturen rechnen", erläutert John Stainsby, Leiter globale Aktien bei JP Morgan Asset Management.

Als Pluspunkt für den US- und den europäischen Technologiesektor wertet Stainsby dagegen die guten Aussichten im Bereich Telekominfrastruktur, der von der steigenden Datenflut im Internet und dem notwendigen Ausbau der Netzkapazitäten profitiere. In Europa kämen Impulse von der anziehenden Nachfrage auf dem Mobilfunkmarkt hinzu.

In Asien sieht Stainsby ähnlich gute Perspektiven: "Asiens Technologiebranche wird in den kommenden Monaten von einer steigenden Nachfrage nach LCD-Fernsehern und elektronischen Spielen profitieren", sagt der JP-Morgan-Stratege. Auch der Trend zur Verlagerung von Produktion und Dienstleistungen aus Europa und den USA nach Asien halte an und gebe der Branche zusätzlich Auftrieb.

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