Fonds-Rating
Hoher Rohstoffanteil bringt AS-Fonds Erfolg

Spezialist schlägt Generalist - auf diesen kurzen Nenner lässt sich der jüngste Zwölf-Monats-Vergleich von 23 speziell für die Altersvorsorge aufgelegten AS-Fonds bringen.

HAMBURG. Hinter dem Slogan verbergen sich zwei gegensätzliche Strategien. Eine davon, nämlich die Konzentration auf eine wesentliche Anlageidee oder ein einzelnes Laufzeitensegment, verhalf dem aktuellen Spitzenreiter Universal-AS-Fonds I zu einem komfortablen Vorsprung von mehr als zehn Prozentpunkten vor dem nächstplatzierten DWS Vorsorge AS (Flex). Demgegenüber reichte es für den sowohl im Renten- als auch im Aktienbereich sehr aktiven Dit-Altersvorsorge 55 plus lediglich zum undankbaren letzten Platz (Tabelle).

Das Leitthema von Universal-Berater Albrecht Gohlke heißt steigende Rohstoffpreise. Der Abteilungsdirektor der Münchener Privatbank Hauck & Aufhäuser ist überzeugt davon, dass insbesondere bei den Industriemetallen das Ende der jüngsten Aufwärtsbewegung noch lange nicht in Sicht ist. Als Beispiel nennt er Kupfer: "Einen gleichwertigen Ersatzstoff gibt es nicht, und die Erschließung neuer Lagerstätten dauert Jahre."

Auch Meldungen über rückläufige Kupferimporte Chinas können ihn nicht irritieren. Gohlke: "Das ist nur eine Momentaufnahme. Wenn sich der Nachfragestau auflöst, werden die Preise umso schneller steigen."

Vom Rohstoff-Boom profitierende Unternehmen wie Phelps Dodge, Salzgitter oder Vallourec machen mehr als 35 Prozent seines für Aktien reservierten Portfolioanteils aus, den 30prozentigen Rentenanteil deckt er derzeit ausschließlich mit kurzen und mittleren Laufzeiten ab.

Armin Kayser, der beim Dit insgesamt vier AS-Fonds mit unterschiedlich hohem Aktienanteil betreut, folgt dagegen der aktuell auch in anderen Dit-Fonds umgesetzten Strategie, im Anleihebereich kurze mit langen Laufzeiten zu kombinieren. Auch auf der Aktienseite bevorzugt der Dit-Manager momentan zwei eher gegensätzliche Bereiche. Kayser: "Einerseits halten wir defensive Titel mit einer hohen Dividendenrendite wie Eon oder Eni, sehen aber auch bei ausgewählten Zyklikern wie Siemens noch gute Chancen." Grundsätzlich bleibt er für Aktien aus Europa - nur dort investiert der Dit-Altersvorsorge 55 plus - positiv gestimmt.

Die Anlagebedingungen dieses konservativ ausgerichteten Fonds sehen einen Aktienanteil von maximal 45 Prozent vor, den Kayser derzeit nicht ganz ausschöpft. Auch ein höherer Aktienanteil hätte allerdings kaum zu einem wesentlich besseren Ergebnis geführt. So schnitt der offensivere Dit-Altersvorsorge 35 im jüngsten AS-Fonds-Vergleich mit 6,9 Prozent ebenfalls unterdurchschnittlich ab.

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