Fonds
Schroder stellt Weichen für Expansion

Schroder Investment Management will wachsen. Seit Jahresbeginn sind dem Fonds rund 600 Millionen Euro zugeflossen. Deutschland-Leiter Achim Küssner will das Fondsvermögen in fünf Jahren verdoppeln.

FRANKFURT. Im Deutschlandgeschäft von Schroder Investment Management stehen die Zeichen auf Expansion. Geschäftsleiter Achim Küssner zieht in wenigen Wochen mit seiner 24-köpfigen Mannschaft aus Platzgründen in den Frankfurter Japan-Tower um. "Wir wollen wachsen und dürften in ein paar Jahren bis zu 45 Mitarbeiter haben", sagt Küssner in seinem ersten Strategiegespräch nach Amtsantritt Mitte vergangenen Jahres.

Die Fondseinheit der britischen Bank Schroders betreut hierzulande 4,5 Mrd. Euro in Wertpapieren mit Schwerpunkt auf der Aktienseite. Seit Jahresbeginn verbuchte die hiesige Fondseinheit ihm zufolge Zuflüsse in Höhe von 600 Mill. Euro. Das Immobiliengeschäft nach Erwerb der Aareal Asset Management ist nicht eingerechnet. Andere ausländische Verwalter sind in Deutschland größer, insbesondere JP Morgan, Blackrock, Fidelity und Franklin Templeton. "Zu diesen größten Adressen wollen wir aufschließen und das Vermögen in fünf Jahren verdoppeln - das ist ein konservatives Ziel", sagt Küssner.

Der neue Mann gilt als Vertriebsexperte. Auch deshalb hatte Schroder den früheren Deutschland-Leiter von Blackrock eingekauft - mitsamt einem ganzen Team. "Wir werden in Zukunft viel mehr Produkte aktiv anbieten als es vorher der Fall war", sagt er. Er nennt beispielsweise Fonds für inflationsgebundene Anleihen, Unternehmensanleihen, spezielle Bondansätze.

In den anderen Vermögensformen will Küssner die zugekauften Möglichkeiten bei Immobilien und auch bei Hedge-Fonds durch den Erwerb von New Finance Capital stärker nutzen.

Strategisch probt er den Einstieg in die private Altersvorsorge. Große Hoffnungen setzt er auf die Kooperation mit Deutschlands größter Fondsgesellschaft DWS, für deren Riester-Dachfondsprodukt Schroder einzelne Fonds zuliefert.

Bei der betrieblichen Altersvorsorge startete die Gesellschaft mit der Vermarktung so genannter Zeitwertkonten, einem Geschäft, in dem beispielsweise die Deutsche Asset Management, Invesco oder auch Fidelity recht aktiv sind. Hier können Firmenmitarbeiter Überstunden, Weihnachtsgeld oder andere Gehaltsbestandteile auf ein Konto einzahlen, um damit einen vorgezogenen Ruhestand zu ermöglichen. "Das wird ein Milliardenmarkt, der aber noch in den Kinderschuhen steckt", sagt Küssner.

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