Fonds-Spezial
Guter Mix statt Minizinsen

Unruhe in den Schwellenländern, Dax-Einbruch, Anlageskandale: Reine Aktienfonds haben in der Gunst der Anleger weiter verloren, sie gelten als zu riskant. Beliebter sind da Mischfonds – und einige im Speziellen.
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FrankfurtProfessionelle Anbieter von Investmentfonds tun sich schwer. Sie haben mit viel Gegenwind zu kämpfen. Ihre potenziellen Kunden werden mit Negativmeldungen von den Kapitalmärkten überhäuft: In diesen Tagen ist große Unruhe in den Schwellenländern ausgebrochen; der deutsche Aktienindex Dax hat seit Monatsmitte knapp 400 Punkte verloren.

Ganz zu schweigen von den jüngsten Skandalen bei Anlagefirmen. Und die großen Börsencrashs in diesem Jahrtausend wirken nach. So ziehen Anleger trotz steigender Kurse die Reißleine und verkaufen Fondsanteile im großen Stil, vor allem reine Aktienfonds.

Doch es gibt auch Lichtblicke beim Fondsabsatz. „Anleger stellen fest, dass Festgeld und Sparbuch nicht mehr viel einbringen“, sagt Henning Stegmayer, Geschäftsführer der Vertriebstochter der Anlagegesellschaft Universal-Investment. „Sie merken, sie müssen etwas tun“, ergänzt er. Schon in den vergangenen Jahren haben sich Privatanleger bei Käufen stark auf Anleihefonds und Mischfonds konzentriert.

„Mischfonds sind der Einstiegsweg“, meint der Universal-Mann. Während Anleihefonds im vergangenen Jahr bis November 10,2 Milliarden Euro anzogen, wurden Mischdepots für 11,6 Milliarden Euro gekauft; es war die meistgefragte Fondsgruppe überhaupt. „Direkt in die Aktie trauen sich derzeit nur wenige, aber mit Risikopuffer funktioniert das“, sagt Stegmayer.

Mit Mischfonds wollen die Manager eine Vermögensverwaltung in einem Produkt bieten. Im Idealfall sollen Aktien, Anleihen und andere Vermögensformen so gemischt werden, dass ein breit gestreutes Depot mit attraktiver Rendite und begrenzten Verlustrisiken entsteht.

Je nach Marktlage können die Fondsmanager flexibel auf die Trends an den Kapitalmärkten reagieren, bei Turbulenzen beispielsweise die Aktienquote senken. Damit haben die Produkte den Charakter einer Vermögensverwaltung: Der Privatanleger überlässt die Mischung der Anlageklassen dem Fondsmanager.

Kommentare zu " Fonds-Spezial: Guter Mix statt Minizinsen"

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  • Diese Branche lebt davon, den Leuten vorzugaukeln, wie schwierig und komplex das doch alles ist.

    Das der ehrenwerte Herr Narrat und sein Team jetzt aktuell wieder soviel für ihre Anzeigenkunden (Fondsgesellschaften) trommeln müssen, belegt den Punkt aus dem Artikel, dass Fonds bei uns verkauft und nicht gekauft werden.

  • Ich kann es nicht mehr hören :)
    Immer diese Wissenmanufakur-Propaganda.

    In Ihrem Video sagt Herr Popp es ja selber das Etwas bei den
    Menschen im Argen ist und nicht nur in ihrem Finanzsystem.

    Es geht doch nur um eine einzige Frage und die lautet welchen
    Stellenwert hat Geld in Ihrem Leben?

    Und leider sagen viele das es eine Priorität von 1 hat
    dafür verlässt man Frauen und Freunde und manche töten dafür
    sogar oder lassen Tausende Andere an dreckigem Wasser sterben.

    Und was macht der Herr Popp mit seiner Propaganda?

    Richtig er fokusiert die Menschen auch zu 100% auf Geld.
    Und somit wird sich auch nie was ändern an den Zuständen
    auf der Erde.

    Es wird immer Unterschiede zwischen den Menschen geben einfach
    weil die Meisten gierig sind nach mehr.

    Wichtig ist doch das dass Minimum an Wohlstand so hoch wie
    möglich gehalten wird.

    "Und wer den Zenit des Vermögens erreicht hat der
    wird vermutlich in Gier nach Macht und Einfluss verfallen."

    Herr Popp hat übrings mal einen Gold-Fond geleitet und Gold
    sichert ja nunmal nicht mehr unsere Währungen.

    Vielleicht ist der Mann einfach deshalb etwas sauer.

  • Mh ich möchte in Zukunft auf gerne einen Mischfonds anbieten.
    Der Fokus soll auf der Dividende liegen nicht auf dem Kurs.

    Bei einem Jahr Fälligkeit wären 4-5% p.a. drin.
    Los gehen soll es mit einer Wertpapierquote
    (Anleihen,Aktien) von deutlich über 70%.

    Der Rest wird dann flexibel in Darlehen und Beteiligungen
    ausgekleidet die ein anderes Unternehmen dann investieren soll.

    Ein Teil der Gewinne aus dem Fixed-Income Unternehmen fliesst
    dann in den Mischfond zurück und bezahlt die Anleger oder wird
    wieder am Kapitalmarkt reinvestiert.

    Desweiteren könnte ich mir auch vorstellen nach einigen Jahren
    wenn ich ein genaueres Profil der Anleger habe auch mal etwas
    in Festgeld-/Geldmarkt-Konten zuparken.

    Jenachdem was gerade am Besten ins Portfolio passt.

    Zusätzlich soll es dann noch diverse Anleiheprogramme geben
    die den Mischfond unterstützen sollen.
    Die Fälligkeit wird hierbei mindestens 5 Jahre betragen.

    Mit diesem Kapital soll das Fixed-Income Unternehmen dann
    mehrjährige Investitionen stemmen.

    Wichtig ist halt immer liquide zubleiben damit man nicht so
    endet wie Prokon :)

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