Fonds und ETFs kaufen Vorsicht Kostenfalle!

Wer Geld investiert, sollte unbedingt die Kosten im Auge behalten. Das gilt auch für Fonds. Ausgabeaufschläge, Ordergebühren, Börsenentgelte – viele Kosten können die Rendite schmälern. Worauf Anleger achten müssen.
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Die Orderkosten im Blick zu haben und am besten auch noch zu senken, vor allem bei Sparplänen, ist ein guter Anfang. Quelle: Getty Images
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Die Orderkosten im Blick zu haben und am besten auch noch zu senken, vor allem bei Sparplänen, ist ein guter Anfang.

(Foto: Getty Images)

DüsseldorfEs ist so sicher wie das Amen in der Kirche: Beim Kauf oder Verkauf von Fonds oder börsengehandelten Indexfonds (Exchange Traded Funds, kurz ETF)  fallen Gebühren an. Das nagt an der Rendite und kann diese bei allzu häufigem Hin und Her sogar völlig aufzehren. Nicht umsonst heißt eine alte Börsenweisheit: Hin und Her macht Taschen leer.

Vielen Anlegern ist das aber gar nicht bewusst. Der Normal- oder Kleinanleger kennt oft nicht mal alle anfallenden Kosten, die beim Hin- und Herschaufeln der Wertpapiere anfallen, geschweige denn die genaue Höhe

Verbraucherschützer warnen deshalb immer wieder, dass bei der Wertpapierorder - egal, ob nun Aktie, Anleihe, Fonds oder ETF - meistens erst einmal Banken und Vermittler auf ihre Kosten kommen. Kein Wunder, dass Experten vor häufigem Umschichten des Depots warnen.

Die Kosten sind mitunter ein richtiger Renditekiller. Die Grundformel der professionellen Geldanlage – und natürlich auch für private Geldanlage – lautet: Risikoloser Zins plus Prämien für eingegangene Risiken abzüglich Kosten, Steuern und Inflation. Heraus kommt die Rendite. Anleger haben auf die einzelnen Bestandteile dieser Formel unterschiedlich viel Einfluss.

„Die Höhe des risikolosen Zinses und der Inflation im eigenen Währungsraum können sie nicht beeinflussen“, sagt Andreas Beck vom Institut für Vermögensaufbau (IVA). „Dagegen haben sie die Kosten selbst in der Hand. Wer die Kosten seiner Geldanlage gering hält, leistet damit bereits den ersten wichtigen Beitrag zu einer positiven Rendite.“

Börsengehandelte Indexfonds beispielsweise sind besonders kostengünstig. Aktiv gemanagte Investmentfonds sind in der Regel teurer, manchmal sogar deutlich. Ob Anleger sich für ETFs oder Fonds entscheiden, ist Geschmackssache. Wie auch immer ihre Entscheidung aber ausfällt, es fallen Kosten an. Neben den laufenden Managementgebühren, die von ETF zu ETF und von Fonds zu Fonds unterschiedlich ausfallen, müssen Anleger natürlich auch für ihre Order zahlen.

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4 Kommentare zu "Fonds und ETFs kaufen: Vorsicht Kostenfalle!"

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  • Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte achten Sie auf unsere Netiquette: „Kommentare sind keine Werbeflächen“ http://www.handelsblatt.com/netiquette

  • Auch mit ETF's ist es nicht ganz einfach mit den Kosten. je nach Replikationsmethode (physikalsich/systhetisch) können im wenn der Fond im Ausland Gewinne - selbst wenn er Thesaurierend ist - einbringt jährlich Steuern anfallen. Wird der ETF dann verkauft fallen wieder Steuern an und man selbst muss dann beim der Steuererklärung diese ausweisen und die zu viel gezahlte Steuern wieder zurück zu bekommen. Oh je! deswegen bevorzuge ich Synthetische Replikation.

  • "Wer Geld investiert, sollte unbedingt die Kosten im Auge behalten."

    Richtig. Deswegen lohnt es sich für die meisten Kleinanleger auch nicht, Aktien zu kaufen, denn die Ordergebühren machen für kleine Orders (zur Errinnerung: die normale Bevölkerung muß ARBEITEN, Steuern zahlen und ihren Lebensunterhalt bestreiten und hat erst danach Geld übrig (?) , um Aktien zu kaufen) zuviel aus, um eine sinnvolle Rendite zu erwirtschaften.

    Das HB kann sich also die "Kauft Aktien!"-Gehirnwäsche in Zukunft sparen.

  • Guter Bericht. Zwischenzeitlich gibt es Vermittler, bei denen man Fonds ohne Ausgabeaufschlag und ohne Transaktionsgebühr kaufen kann. Bei meinem bekomme ich sogar einen Großteil der internen Verwaltungsgebühr der Fonds zurück, die der Vermittler als Provision bekommt. Vierteljährliche Abrechnung, klappt ganz gut. Die bezeichnen das als "Alpha"-Tarif. Interessantes Wortspiel: Mit "Alpha" wird in der Finanzmathematik eine Überrendite bezeichnet.

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