Fonds und ETFs
Wie Anleger lukrative Fonds finden

Wer einen Fonds sucht, hat Tausende zur Auswahl. Doch die Qualitätsunterschiede sind enorm. Die meisten Fondsmanager erzielen nicht mehr Rendite als der Index. Mit diesem Tool werden Anleger im Angebotsdschungel fündig.
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FrankfurtEs ist frustrierend: Da legen private Anleger ihr Erspartes vertrauensvoll in die Hände von Geldprofis – und dann liefern die allermeisten immer wieder enttäuschende Ergebnisse ab. Angetreten, um mit ihrer geschickten Aktienauswahl Mehrwert gegenüber Börsenindizes zu bieten, erreichen nur die wenigsten Fondsmanager tatsächlich dieses Ziel – die meisten bleiben unter den Börsenmesslatten. Doch wie sollen Anleger aus Tausenden Fonds die lukrative Produkte zu finden?

Allein am deutschen Markt gibt es mehr als 3100 Aktienfonds für private Anleger. Doch eine Studie des Indexanbieters S&P Dow Jones Indices zeigt, dass die große Mehrheit der Fondsmanager im Vergleich zum Index keinen Mehrwert schafft. Die S&P-Analysten haben Fonds untersucht, die privaten Anlegern in Europa angeboten werden. Und ihre Erfahrung mit Studien in anderen Ländern belegen, dass die Schwäche dieser sogenannten aktiven, also durch Fondsmanagerhand gesteuerten, Fonds weltweit grassiert. Noch schlimmer: Zumindest in Europa – wurden die Leistung der Fondsprofis noch schlechter.


Fondsexperten raten Anlegern daher, zumindest einen Teil ihres Vermögens in Index nachbildende Fonds, kurz ETFs, zu stecken. „Den Börsenindex zu schlagen, das ist für aktive Fondsmanager auch längerfristig eine echte Herausforderung“, stellt Studienautor Daniel Ung von S&P fest. Zwar gebe es Fondsmanager, die das schafften - doch nicht nur in Europa, auch weltweit falle es dem durchschnittlichen Fondsmanager schwer, Mehrwert im Vergleich zu Indizes herauszuholen.

Besonders großen Problemen müssen sich Manager von Fonds für globale Aktien und US-Aktien stellen. Mindestens 97 Prozent der untersuchten 1300 Aktienfonds entwickelten sich in den vergangenen fünf Jahren unterdurchschnittlich. So stieg der Index „S&P Global 1200“ in den vergangenen fünf Jahren um 14,3 Prozent pro Jahr, Manager globaler Aktienfonds schafften aber im Mittel nur ein jährliches Plus von 8,8 Prozent. Auch für die Manager deutscher Aktienfonds fällt das Ergebnis schlecht aus: Fast 73 Prozent verfehlen den Börsenvergleichsindex „S&P Germany BMI“.

Was Ung von S&P besonders wundert: Die Lage hat sich gegenüber dem Jahr 2013 noch zugespitzt. Während damals über alle Anlageklassen hinweg knapp zwei Drittel aller Manager schwächere Leistungen als der Index zeigten, waren es zuletzt sogar 83 Prozent. Dabei führten die vielen Krisenherde weltweit und die Wachstumsschwäche in Europa zu starken Kursausschlägen an den Börsen. „Das ist normalerweise ein guter Nährboden für aktive Fondsmanager, um ihre Fähigkeiten auszuspielen und Diskrepanzen zu nutzen“, erklärt Ung.

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Kommentare zu " Fonds und ETFs: Wie Anleger lukrative Fonds finden"

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  • Was wäre wenn alle Menschen vom Kapitalerträge leben wollten ode könnten?
    Schön wäre es, da braucht keiner mehr arbeiten.

  • So funktioniert digitale Beratung im Zeitalter von Industrie 4.0.

    Man(n) sprich Brüssel will es so!

    Man/n) darf dann wieder zukünftig sagen, wie aus großen Vermögen kleinere werden.

    Irgendwie kommt einem das doch bekannt vor?!

  • Das ist für mich nicht sehr hilfreich. Für die Fragestellung "ich suche einen Fonds ohne Währungsrisiko mit hohen Ausschüttungen" sind die Auswahlmöglichkeiten ungeeignet.

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