Fonds-Vergleich
Chinafonds-Manager warten auf bessere Zeiten

Nach der Olympiade von Peking hat sich das Wachstumstempo der chinesischen Wirtschaft weiter verlangsamt. Auch die chinesische Zentralbank musste deshalb die Zinsen mehrfach kappen. Den auf die Region spezialisierten Aktienfonds hat es wenig geholfen.

HAMBURG. Auf Jahressicht müssen selbst die besten unter den China-Fonds, der World Express Greater China Equities von Standard Chartered und der Skandia Greater China, Verluste von 40 beziehungsweise 45 Prozent ausweisen (siehe Tabelle).

Diese im Vergleich zur Konkurrenz relativ bessere Performance begründen die Manager beider Fonds mit ihrem strengen Stockpicking-Ansatz. Martin Lau von First State Investment, der Berater des Skandia-Fonds, etwa hatte im Oktober Güter des täglichen Bedarfs übergewichtet.

Nigel Bliss von Mondrian Investment Partners, Berater des World-Express-Fonds, praktiziert einen strikten Value-Ansatz mit Fokus auf die langfristige Dividendenkapazität seiner Investments. Ihm ist aber auch wichtig, den Fonds defensiver als den Vergleichsindex MSCI Golden Dragon aufzustellen.

Ein Mittel dazu: kleinere Unternehmen überzugewichten. Außerdem analysiere er mit seinem Team permanent das individuelle Verlustrisiko der einzelnen Märkte und Unternehmen. "Risikobewusstsein und ein Fokus auf Unternehmen mit soliden Bilanzen und Cash-Flows hat uns in der Vergangenheit vor signifikanten Verlusten in länger anhaltenden Marktabschwüngen geschützt", so Bliss.

China werde allerdings weiter von der Inflation, den Nachwirkungen der Blase auf dem A-Aktienmarkt und die eingeschränkten Margen für Exporteure belastet, die unter anderem unter einer sich aufwertenden Währung leiden.

Auch Lau glaubt, dass sich die Wirtschaft der Region Greater China 2009 noch deutlich verlangsamen wird. Doch obwohl die Gewinnschätzungen chinesischer Unternehmen noch deutlich zurückgeschraubt werden müssten, erwartet Lau, dass ein Teil dieses Prozesses bereits eingepreist ist. "Historisch gesehen ist das ein guter Zeitpunkt, wieder zu kaufen", sagt der Skandia-Berater. Was Lau selektiv bereits wieder tut, vor allem Cash-Flow-starke Unternehmen wie China Mobile. Auch Bliss sieht in den aktuellen Bewertungen ein positives Signal, sich langfristig in Aktien der Region Greater China zu engagieren.

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