Fonds-Vergleich
Manager von Asienfonds bevorzugen defensive Titel

Roter Oktober in Asien: Knapp 15 Prozent büßte der MSCI Pacific ex Japan in nur einem Monat ein, auf Sicht von zwölf Monaten ließ die Finanzkrise den Index mit 50,82 Prozent ins Minus rutschen.

HAMBURG. Angesichts dieser drastischen Entwicklung steht der Fidelity Asia Pacific Growth & Income mit einem Verlust von 32,15 Prozent noch vergleichsweise gut da und belegt aktuell den Spitzenplatz unter 151 Asien-Fonds. Ausgerechnet einen Bankentitel aus Malaysia nennt Fondsmanager Kon Chung Lee als einen der Gründe für das gegenüber dem Index bessere Ergebnis: "Die Public Bank entwickelte sich auch in der schwierigen Marktlage weit besser als die Konkurrenz, der Kurs profitierte von der stabilen Kapitalstruktur des Finanzhauses", so Lee, der die Aktie aktuell mit 3,7 Prozent gewichtet.

Deutliche Umschichtungen hat Lee im Zuge der seit Monaten immer schwächeren Konjunkturaussichten nicht vorgenommen: "Wir spielen bereits seit Beginn der Finanzkrise die defensive Karte, mangels attraktiver Kaufgelegenheiten haben wir die Kasseposition zuletzt allerdings deutlich auf rund 16 Prozent erhöht", sagt der Fidelity-Manager.

Auf maximal fünf Prozent begrenzt dagegen Aberdeen Asset Management die Kassequote beim Aberdeen Asian Smaller Companies Fund. Der Fonds behauptete sich bislang mit einem Minus von 40,08 Prozent in der Krise ebenfalls vergleichsweise gut und belegt derzeit Rang acht der Vergleichsgruppe. Auch das Aberdeen-Team sah im Zuge der sich immer stärker zuspitzenden Finanzkrise wenig Umbaubedarf beim Portfolio. "Wir bevorzugen generell konservativ gemanagte Unternehmen mit starken Bilanzen", sagt Hugh Young, Geschäftsführer von Aberdeen Asset Management Asia. Den Branchenschwerpunkt setzen die Aberdeen-Manager derzeit auf Finanz- und Konsumwerte. "Wir glauben nach wie vor daran, dass der Zuwachs der heimischen Nachfrage unabhängig von der aktuellen Marktlage eine dauerhafte Wachstumsstory ist", so Young, der mit seinem Team vorwiegend auf Nebenwerte mit einer Marktkapitalisierung von maximal einer Milliarde Dollar setzt.

Mit Investments in diesem Größensegment war der Carlson Fund Equity - Asian Small Cap zuletzt deutlich weniger erfolgreich als zu Beginn dieses Jahres. Belegte der Fonds noch Anfang 2008 den Spitzenplatz der Vergleichsgruppe, bescherte ihm das jüngste Zwölf-Monats-Minus von 70,35 Prozent den vorletzten Platz der Kategorie. "Vorwiegend haben unsere Engagements in Indien und China das Ergebnis belastet, beide Märkte entwickelten sich in Asien am schlechtesten", so Fondsmanagerin Anna Ho, die generell rund 65 Prozent des Portfolios in China und 35 Prozent in Indien anlegt.

Ho erwartet ab Mitte kommenden Jahres für ihr Anlagesegment ein günstigeres Marktumfeld: "In der Regel nehmen die Aktienmärkte eine wirtschaftliche Erholung um rund sechs Monate vorweg."

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