Fonds-Wissen
Rentenfonds – Chancen und Risiko

Rentenfonds - das klingt zunächst nach langfristiger und solider Anlage in Anleihen, mit überschaubaren Renditen und geringem Risiko. Doch diese Annahme ist zu pauschal. Mittlerweile gibt es eine große Bandbreite an Rentenfonds, von hoch spekulativ bis geradezu langweilig.

Über Rentenfonds lässt sich pauschal sagen: Sie investieren in Anleihen. Damit hören die Gemeinsamkeiten aber schon auf. Das Risiko- und Renditepotenzial der einzelnen Fonds variiert je nach Art der Anlage: Investiert der Fonds nur in Staatsanleihen aus dem Euroraum? Dann hat der Fonds grundsätzlich andere Anlageziele als ein Fonds, der in Anleihen von Unternehmen aus China, Brasilien oder Russland anlegt. Welche Rolle spielt die Bonität bei der Auswahl der Anleihen? Fonds, die in hochverzinsliche Papiere investieren, können jährliche Renditen von bis zu 30 oder 40 Prozent erzielen - bei entsprechendem Risiko. Anleger, die in Rentenfonds investieren, sollten deshalb die wichtigsten Merkmale kennen, die die Renditeperspektiven und das Risiko von Rentenfonds bestimmen.

Die Laufzeiten der Anleihen

Rentenfonds investieren in verzinsliche Wertpapiere. Deren Rendite errechnet sich aus zwei Faktoren: den Zinserträgen und den Kursveränderungen. Während die Zinserträge von Anleihen bei der Investition in der Regel feststehen (Ausnahme: Anleihen mit variabler Verzinsung), reagieren die Anleihen-Kurse auf das aktuelle Zinsniveau. Wenn die Zinsen sinken, dann steigen die Kurse der Anleihen in den Rentenfondsportfolios. Steigen dagegen die Zinsen, dann sinken die Anleihen-Kurse. Dabei gilt: Je länger die Restlaufzeit einer Anleihe, desto sensibler reagiert sie auf Zinsänderungen. Deshalb lohnt ein Blick auf die Zusammensetzung der Laufzeiten in den Fonds-Portfolios. Viele Fonds mischen Papiere mit unterschiedlichen Laufzeiten, es gibt allerdings auch Fonds, die zum Beispiel gezielt in so genannte Kurzläufer investieren, um den Einfluss von Zinsänderungen auf die Performance des Fonds gering zu halten.

Die Währungen der Anleihen

Je nachdem, ob ein Fonds ausschließlich in Anleihen aus dem Euro-Raum investiert oder auch (oder ausschließlich) in Papiere außerhalb der Europäischen Währungsgemeinschaft, birgt der Fonds ein Währungsrisiko oder nicht. Dieses Währungsrisiko kann durchaus auch eine Chance sein. Verliert beispielsweise der Euro gegenüber dem US-Dollar an Wert, locken bei einer Investition in einen US-Anleihen-Fonds zusätzliche Währungsgewinne. Grundsätzlich werden, wenn es um die Währung geht, vier Fonds-Kategorien unterschieden: Euro-Rentenfonds, Rentenfonds Welt, Rentenfonds Europa und Rentenfonds Fremdwährungen.

- Euro-Rentenfonds investieren in Papiere, die ausschließlich auf Euro lauten. Meistens handelt es sich dabei um Staatsanleihen oder Anleihen von großen Unternehmen mit hoher Bonität.
- Rentenfonds Europa investieren in Papiere, die beispielsweise in britischen Pfund, Schweizer Franken oder Norwegischen Kronen gehandelt werden, haben aber oft auch osteuropäische Währungen im Depot.
- Rentenfonds Welt mischen mehrere Fremdwährungen, zum Beispiel Anleihen in US-Dollar und Yen.
- Rentenfonds Fremdwährungen investieren in der Regel jeweils gezielt in genau eine fremde Währung. Die größten Fonds dieser Art legen ihr Geld in Anleihen an, die in US-Dollar, japanischen Yen oder Schweizer Franken gehandelt werden.

Seite 1:

Rentenfonds – Chancen und Risiko

Seite 2:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%