Fondsanbieter gekürt: Die Ausländer sind die Besten

Fondsanbieter gekürt
Die Ausländer sind die Besten

Die besten Fondshäuser in Deutschland sind alle nicht aus Deutschland. Gewonnen hat abermals ein alter Bekannter. Die deutschen Fondsgesellschaften stecken derweil in Umbauarbeiten fest und investieren zu konservativ.
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FrankfurtDie besten Fondsanbieter in Deutschland sind ausländische Firmen. Zu diesem Ergebnis kommt die Thomson-Reuters-Tochter Lipper, die am Donnerstag in Frankfurt ihre diesjährigen Preise für die hiesigen Branchenführer verlieh.

Zum besten großen Vollsortimenter krönten die Experten abermals die US-Fondsgesellschaft Legg Mason, die weltweit ein Vermögen von über 600 Milliarden Dollar managt. Den Lipper-Award für den besten kleinen Anbieter mit breiter Angebotspalette verteidigte die dänische Jyske Invest, die die Höhe ihres verwalteten Vermögens gar nicht erst angibt. Auch in den Kategorien beste Aktienfondsanbieter und beste Rentenfondsanbieter räumten angelsächsische Häuser ab, in einem Fall auch ein Schweizer Anbieter.

Die deutschen Fondsgesellschaften wurden damit erneut von ihren internationalen Konkurrenten abgehängt. Viele stecken derzeit mitten in ihren Umbauarbeiten nach der Finanzkrise, haben Sparprogramme aufgelegt und prominente Fondsmanager verloren. Nach Einschätzung von Lipper-Analyst Detlef Glow gibt es aber auch noch einen anderen Grund, warum hiesige Flaggschiffe wie die Deutsche-Bank-Tochter DWS, der Sparkassen-Fondsanbieter Deka oder die genossenschaftliche Union Investment konstant weniger Rendite für ihre Kunden einfahren als andere: „Der Investmentansatz, der von vielen deutschen Asset Managern verfolgt wird, wird derzeit nicht von den Märkten unterstützt.“ Viele agierten zu konservativ, dabei liefen zuletzt gerade die Aktienmärkte rund.

Lipper vergab auch 35 Preise für einzelne Fonds. Hier konnte immerhin die Allianz abräumen, die mit Allianz Global Investors (AGI) und Pimco zwei Vermögensverwalter am Start hat. Insgesamt heimste der Versicherer acht Auszeichnungen für seine Fonds ein, die meisten davon gingen an AGI.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Wer braucht denn bitte noch aktiv-verwaltete Fonds - abgesehen vom provisionsbasierten Vertrieb und von ein paar wenigen Ausnahmen, die konstant über Jahre einen wirklichen Mehrwert bringen?

    Im Grunde genommen, könnte man das Fondsuniversum von mehreren Tausend auf vielleicht 20-30 zusammenkürzen.

    Die meisten Häuser haben doch mit deutlichen Abflüssen zu kämpfen und sind nur noch profitabel durch die laufende Verwaltungsgebühr der bestehenden Kundengelder bzw. was davon abzgl. Weitergabe an den Vertrieb hängen bleibt.

    Der Privatkundenmarkt (Retail) schrumpft, die Riester-Zuflüsse sind jetzt erstmal durch, institutionelle Anleger kaufen lieber passive Lösungen wie ETFs.

    Geht man die grossen Häuser durch fallen höchstens 1-2 Produkte positiv durch das Sieb (z.B. DWS TopDividende und Deutschland, Templeton Global Bond auch wenn vollkommen falsch als "sicheres" Produkt verkauft etc.) und die restlichen Produkte samt dem ganzen Wasserkopf in Vertrieb und Verwaltung ist doch nur Prestige und geht am Kundenbedarf vorbei.

    Es gibt keinen Markt für über hundert Fondsgesellschaften in Deutschland. Und trotzdem versuchen sich Jahr für Jahr wieder ein paar neue Gesellschaften bis sie kurz darauf wieder dicht machen...

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