Fondsberater Heller setzt Schwerpunkt in Osteuropa, Anlagefirma Comgest bevorzugt Asien
Emerging Markets locken mit niedriger Bewertung

Anlageprofis trauen den Aktien an den Schwellenbörsen auch in den kommenden Jahren eine bessere Performance zu als denen an den etablierten Märkten.

HB FRANKFURT/M. Auf Grund eines überdurchschnittlichen Wirtschaftswachstums und der noch günstigen Bewertung an vielen Börsen der Emerging Markets sehen Experten wie Gottfried Heller, Chef der Fiduka Depotverwaltung, und Wojciech Stanislawaski, Fondsmanager des Magellan Sicav, weiterhin gute Kurschancen.

Mit einem Zwölfmonatsplus von 17,63 Prozent liegt der von Comgest aufgelegte Magellan Sicav an vierter Stelle unter 72 Aktienfonds mit Anlageschwerpunkt globale Schwellenländer (Tabelle). Fondsmanager Stanislawski setzt auf die Auswahl der richtigen Einzelaktien und will vom wachsenden Konsum in den Schwellenländern profitieren. „Insgesamt sind die Aussichten für Emerging Markets derzeit sehr positiv“, sagt er. Denn die Schwellenländer zeigten starke Zuwächse in der Produktivität und zahlreiche Staaten profitierten vom Anstieg der Rohstoffpreise, der seiner Ansicht nach anhalten sollte. Der Magellan-Fonds halte derzeit gut 40 interessante Aktien aus zahlreichen Ländern wie Südafrika, Brasilien, Indien, Südkorea, der Türkei und China.

Auch der Pro Fonds (Lux) Emerging Markets überzeugt mit einem Wertzuwachs von 15,09 Prozent. Auch Fondsberater Heller spricht von „weiterhin guten Aussichten“ für die Schwellenländer. „Gegenüber den Hauptaktienmärkten sind die Emerging Markets mit einem Abschlag von rund 30 Prozent bei den wichtigsten fundamentalen Kennziffern günstig bewertet“, sagt Heller. Zu den niedrigen Kurs-Buchwert- oder Kurs-Gewinn-Verhältnissen komme noch eine Dividendenrendite, die um etwa 40 Prozent über der etablierter Märkte liege. In Asien hält Heller Anteile in Korea, den Philippinen und Sri Lanka. Die Aktienmärkte in China und Indien stuft er als zu teuer ein.

Der unabhängige Fonds-Vermögensverwalter Gerd Bennewirtz verweist in seiner Bewertung der Fonds auf deren unterschiedliche Regionengewichtung. Der Pro Fonds favorisiere mit 33 Prozent Mittel- und Osteuropa, während Asien mit knapp 24 Prozent gewichtet sei. Der Magellan sei zu 44 Prozent in Asien engagiert und nur mit elf Prozent an europäischen Schwellenbörsen. Fraglich sei angesichts eines durchschnittlichen Kurs-Gewinn- Verhältnisses des Magellan-Portfolios von 20, „ob tatsächlich immer die Titel mit den besten Wachstumschancen aufgenommen werden“. Beim Pro Fonds verweist er auf die drei Anlageberater des Produktes und die damit verbundenen hohen jährlichen Gebühren von 2,7 Prozent.

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