Fondsbericht
Geldmarktfonds auf der Suche nach Zusatzrendite

Durch Krise am US-Hypothekenmarkt müssen sich Anleger, die Anteile des Renten-Kurzläuferfonds FT ABS Plus verkaufen möchten in Geduld üben. Die Fondsgesellschaft Frankfurt Trust wird den seit August 2007 geschlossenen Fonds voraussichtlich erst im Laufe des zweiten Quartals wieder öffnen.

HAMBURG. Hintergrund: Im Zuge der US-Hypothekenkrise war der Markt für forderungsbesicherte Anleihen (Asset Backed Securities, kurz ABS) eingebrochen. Mit der Schließung sollten hohe Mittelrückflüsse und damit verbundene Verluste durch Portfolioverkäufe vermieden werden.

Wer im Schwesterfonds FT Accugeld investiert ist, muss sich dagegen keine Sorgen machen. "Dieser Fonds ist als reiner Geldmarktfonds konzipiert, damit sind Anleger jederzeit liquide", sagt Frankfurt-Trust-Manager Rolf Guderian, -Ingo dessen Fonds mit einem Wertzuwachs von 3,83 Prozent derzeit Rang zehn von 126 bei Feri Rating & Research gelisteten Geldmarktfonds belegt (s. Tabelle). "Wir haben vor allem im Herbst viele variabel verzinste Papiere gekauft, deren nächste Zinsanpassung noch vor der jüngsten Zinssenkung der Europäischen Zentralbank lag", kommentiert Guderian das Ergebnis. Er hält aktuell rund drei Viertel des Portfolios in diesen als Floater bezeichneten Anleihen. "Da vorerst noch nicht absehbar ist, wann die EZB die Zinsen senkt, wollen wir die Gewichtung zunächst in dieser Größenordnung beibehalten", sagt Guderian, der generell nicht auf ABS und andere meist renditestärkere Papiere zurückgreift.

Im Portfolio des Spitzenreiters Allianz Pimco Treasury Euro Cash Plus mischt Fondsmanager Mathieu Louanges dagegen solche Papiere bei. Für das gute Ergebnis sei dies jedoch weniger ausschlaggebend gewesen als die Tatsache, dass man frühzeitig auf eine steilere Zinskurve gesetzt hätte, betont der Manager des nur institutionellen Investoren zugänglichen Fonds von Allianz Global Investors.

Für alle Anleger offen ist dagegen der Meag Prozins, der mit einem Zuwachs von 4,12 Prozent das zweitbeste Ergebnis der Vergleichsgruppe erzielte. Wie Louanges greift auch Meag-Manager Andreas Moritz auf Papiere zurück, die eine Zusatzrendite oberhalb klassischer Geldmarktpapiere bieten: "Wir können bis zu zehn Prozent des Portfolios in Fremdwährungen investieren, halten die Marktlage für derartige Engagements jedoch derzeit für zu riskant." Unter Beobachtung hält er vor allemTitel in polnischen Zloty und norwegischen Kronen. In den vergangenen zwölf Monaten hat Moritz mehrfach die Höchstgrenze für Fremdwährungsengagements und die maximal zulässige Gewichtung von 25 Prozent für ABS ausgenutzt. Seit vergangenem Sommer beträgt der ABS-Anteil allerdings nur noch rund 15 Prozent.

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