Fondsbilanz
Emerging Markets liegen vorn

Das Geldverdienen an den Finanzmärkten ist schwieriger geworden. Dennoch gibt es Fonds, mit denen das derzeit besser geht als mit anderen - allen Auswirkungen der US-Hypothekenkrise zum Trotz. Hierbei stechen besonders Aktienfonds für Börsen aufstrebender Länder heraus. Eine Fondsbilanz für die ersten drei Quartale des laufenden Jahres.

FRANKFURT. Viele Fonds schneiden gut ab - allen Auswirkungen der US-Hypothekenkrise zum Trotz. Das belegt die aktuelle Neunmonatsbilanz für Investmentfonds eindrucksvoll. Die Aktienbörsen der Emerging Markets scheinen sich von den Wertentwicklungen an den Handelsplätzen der Industriestaaten noch stärker abzukoppeln als bisher. Chinafonds führen die Hitliste für die ersten drei Quartale mit durchschnittlichen Wertgewinnen von über 44 Prozent an, sogar breit streuende Schwellenländerfonds weisen über 23 Prozent aus.

zur Tabelle: Fondsbilanz für die ersten 3 Quartale 2007

Diese hohen Gewinne dürfen nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Geldverdienen an den Finanzmärkten schwieriger wird. Zweistellige Renditen sind die Ausnahme. Viele Fondsgruppen schaffen es kaum in die schwarzen Zahlen. Portfolios für japanische Nebenwerte zählen zu den Schlusslichtern in der Fondsbilanz. Andere Anlagekategorien wie Fonds für Biotechwerte oder europäische Anleihen rangieren in der Verlustzone.

Die Auswertung des Datenanbieters Feri Rating & Research berücksichtigt knapp 7 000 in Deutschland zugelassene Investmentfonds. Feri wählte 36 wichtige Anlagegruppen aus. Diese Fondsgruppen sind nach dem durchschnittlichen Anlageerfolg der einzelnen Produkte aufgelistet. Zusätzlich gibt die Übersicht die Durchschnittsperformance über die vergangenen fünf Jahre an, außerdem den ertragreichsten Fonds für die aktuelle Dreimonatsperiode sowie deren Manager.

Die Anlageexperten werden jetzt vorsichtiger. Sie geben sich zwar häufig optimistisch und verweisen beispielsweise auf die wieder gute Stimmung an den Aktienbörsen. "Aber wir müssen noch schlechte Nachrichten vom US-Hypothekenmarkt erwarten", dämpft Stephen Docherty allzu große Hoffnungen der Börsianer. Docherty steuert die internationalen Aktienanlagen von Aberdeen Asset Management. "Das Wirtschaftswachstum verlangsamt sich weiterhin", sagt der Mann aus London.

Saker Nusseibeh, Chef-Aktienstratege von Fortis Investment Management, knüpft an diese Gedanken an. "Wenn die Ökonomien in den entwickelten Ländern leiden, bleiben die Emerging Markets davon nicht unberührt - es gibt keine Abkopplung", glaubt der Fortis-Experte in Boston. Er hält zwar eine Übergewichtung der Emerging-Markets-Positionen im Depot bis zum Jahresende für vertretbar. Danach aber ist die Perspektive seiner Einschätzung nach weniger klar als bisher.

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