"Fondsbranche bleibt Wachstumsmarkt"
DWS will in Europa weiter wachsen

Der deutsche Marktführer bei Publikumsfonds sieht gute Chancen in Frankreich, Italien und Spanien.

ina FRANKFURT/M. Die DWS will in Europa weiter expandieren und ihren Marktanteil verdoppeln. Wichtigste Märkte sind derzeit Frankreich, Italien und Spanien. Das sagten DWS-Vertreter auf der Halbjahres-Pressekonferenz. Dem steht laut Axel-Günter Benkner, Sprecher der Geschäftsführung, auch die viel zitierte Krise in der Geldanlagebranche nicht im Wege. „Die Fondsbranche bleibt ein Wachstumsmarkt“, sagte er dem Handelsblatt.

Nach Netto-Zuflüssen von 2,7 Mrd. Euro im ersten Halbjahr verwaltet die zur Deutsche-Bank-Gruppe gehörende DWS in Deutschland 91,4 Mrd. Euro. „Wir bleiben mit einem Marktanteil von 24,7 % Marktführer bei Publikumsfonds“, sagt Benkner. Die DWS sieht sich mit einem in neun Ländern verwalteten Vermögen von insgesamt 115 Mrd. Euro mittlerweile auch als größtes europäisches Fondshaus, noch vor UBS und San Paolo IMI. DWS-Geschäftsführer Axel Schwarzer setzt ein ehrgeiziges Ziel: Er will den Marktanteil in Europa von jetzt 5 % in fünf Jahren mindestens verdoppeln.

Benkner nennt Frankreich, Italien und Spanien als die wichtigsten europäischen Märkte für die weitere Expansion. „In Frankreich haben wir nur einen kleinen Marktanteil, aber der Ausbau ist schwierig, weil das Geschäft dort in den Händen der Inlandsbanken ist“, sagt Benkner. In Italien hat die DWS laut Benkner dank der Deutsche-Bank-Filialen und eines eigenen Finanzmaklers „realistische Chancen, weiter zu wachsen“. Auch in Spanien sei die Ausgangslage mit rund 300 Deutsche- Bank-Zweigstellen verhältnismäßig gut. Darüber hinaus seien Neugründungen in Osteuropa denkbar. Weiteren Akquisitionen erteilt Benkner eine Absage. Grundsätzlich erwartet er eine Beruhigung der Mergeraktivitäten auf dem Markt für Fondsgesellschaften. „Es ist keine Gesellschaft mehr im Angebot, deshalb ist die Konsolidierungswelle wohl erst einmal am Ende.“

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%