Fondsbranche
Deutsche Bank profitiert von Indexprodukten

Es ist den börsengehandelten Indexfonds (ETFs) zu verdanken, dass die Absatzbilanz 2008 der deutschen Fondsbranche nicht noch weiter in die Miesen rutschte. Unter den wenigen ETF-Häusern in Deutschland profitierte die Deutsche-Bank-Gruppe am stärksten von der wachsenden Nachfrage.

FRANKFURT. Es ist den börsengehandelten Indexfonds (ETFs) zu verdanken, dass die Absatzbilanz 2008 der deutschen Fondsbranche nicht noch weiter in die Miesen rutschte. Über 20 Mrd. Euro netto investieren die Anleger in diese Produkte, die Indizes wie einen Dax 30 abbilden. Zum Vergleich: Insgesamt flossen aus Publikumsfonds 27,8 Mrd. Euro ab.

Unter den wenigen ETF-Häusern in Deutschland profitierte die Deutsche-Bank-Gruppe am stärksten von der wachsenden Nachfrage nach den einfachen, günstigen und transparenten Produkten. Die ETFs unter dem Markennamen DB X-Trackers sammelten netto 13,5 Mrd. Euro ein. Die Statistik des Fondsverbandes BVI schönt hier den Absatz der klassischen Deutsche-Bank-Fondstochter DWS, da sie die Verkäufe für den Gesamtkonzern und damit für beide Fondseinheiten aggregiert mit einem Minus von 7,6 Mrd. Euro ausweist (Grafik). Der größte deutsche Publikumsfondsanbieter DWS beendet daher das Jahr 2008 mit Abflüssen in Höhe von 22,1 Mrd. Euro.

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Die drei weiteren Indexfondsanbieter reichen nicht an den Absatzerfolg der Deutschen Bank heran. Barclays steht mit 4,2 Mrd. Euro Zuflüssen in der Jahresbilanz. Danach folgen die Sparkassengruppe mit 2,5 Mrd. Euro und die nicht in der Verbandsstatistik geführte Commerzbanksparte mit 2,1 Mrd. Euro.

Im Gegensatz zur DWS kommen andere große Häuser in der Gesamtstatistik mit einstelligen Milliardenabflüssen davon. Mit leichten Zuflüssen bildet die ehemalige Commerzbank-Fondstochter Cominvest eine Ausnahme. Sie hat langjährige Umstrukturierungen hinter sich und ist jetzt in die Allianz Global Investors integriert worden.

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