Fondscheck
Der beste China-Fonds kommt aus Dänemark

Mit Fonds, die in China und den angrenzenden Ländern investieren, konnten Anleger in den vergangenen zwölf Monaten ein Plus zwischen drei und 44 Prozent verbuchen - je nachdem, auf welchen Fonds sie gesetzt haben. Das beste Ergebnis erzielte der im Oktober 2003 aufgelegte Chinese Equity Fund der dänischen Gesellschaft Jyske Invest. Der von Allan Christensen gemanagte Fonds investiert derzeit vor allem in die Bereiche Finanzen und Konsum; im Energie- und Rohstoffsektor ist er untergewichtet.

HAMBURG. Insgesamt sieht der Jyske-Manager in der Anlageregion noch viel Potenzial. "Chinesische Aktien gehören zu den preiswertesten in Fernost", sagt Christensen, der mit einem weiter positiven Ertragswachstum der Unternehmen rechnet. Zu den größten Positionen im Fonds gehören derzeit die Ölkonzerne Petrochina und Sinopec, die Investmentgesellschaft China Merchants Holding und der Mobilfunkanbieter China Mobile.

Die Mindestanlagesumme für den Jyske-Fonds beträgt 5 000 Euro. Das Problem für deutsche Anleger: Der dänische Senkrechtstarter ist in Deutschland zwar zum Vertrieb zugelassen, wird hier zu Lande aber nicht aktiv angeboten. Dementsprechend schwierig dürfte es für Interessenten sein, nach dem Kauf aktuelle Informationen über den nur fünf Millionen Euro schweren Fonds zu erhalten.

Doch auch beim zweitplatzierten iShares FTSE/Xinhua China 25 war das Geld in den vergangenen zwölf Monaten gut angelegt: Der von Barclays Global Investors (BGI) aufgelegte, börsengehandelte Indexfonds erzielte ein Plus von 44 Prozent und liegt damit nur knapp hinter dem Spitzenreiter aus Dänemark. Der Fonds bildet den Aktienindex Xinhua China 25 nach, wobei ein Großteil der Performance auf die positive Entwicklung von China Mobile, Petrochina, CNOOC und Sinopec zurückgeht. Zusammen mit der Bank of China und der Versicherung China Life Insurance machen diese vier Unternehmen knapp die Hälfte des Gesamtindex aus.

Experten raten zu etablierten Fonds

"Mit einer jährlichen Verwaltungsgebühr von 0,74 Prozent ist der Fonds wesentlich günstiger als ein aktiv gemanagtes Produkt", sagt Björn Drescher, Herausgeber des Informationsdienstes "Fonds im Visier" in St. Augustin. Für einen Markt wie China sei ein Indexfonds jedoch nur bedingt zu empfehlen, da er in der Regel voll investiert sei und sowohl gute als auch schlechte Marktphasen abbilde.

Angesichts des Kursniveaus rät Drescher eher zu einem Sparplan auf einen bekannten und etablierten Fonds wie den Invesco GT PRC Equity. Den Jyske Invest Chinese Equity sieht der Fondsexperte dagegen eher skeptisch, weil die Gesellschaft kaum bekannt ist und es nur spärliche Informationen über den Anlageprozess gibt.

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