Fondscheck
Fonds mit Kapitalerhalt geraten an ihre Grenzen

Schwache Märkte drücken viele Anteile kurzfristig ins Minus. Dennoch gibt es auch Beispiele für gut gemanagte Fonds, die sich positiv von der Vergleichsgruppe abheben.

HAMBURG. Anlegern, die bei ihrer Sparkasse nach Fonds fragen, werden in der Regel Produkte der Investment-Tochter Deka ans Herz gelegt. In Düsseldorf gibt es dagegen mit dem Stadtsparkasse Düsseldorf Absolute Return Inka auch einen auf Kapitalerhalt ausgerichteten Fonds, der hausintern gemanagt wird. Bislang mit großem Erfolg: Mit einem Zwölf-Monats-Plus von 20,95 Prozent schob sich der erst im April 2005 aufgelegte Fonds gleich an die Spitze seiner Vergleichsgruppe.

"Wir sind frühzeitig in Japan eingestiegen und haben die Position rechtzeitig reduziert", erläutert Fondsmanager Michael Welter, der den Erfolg auch auf Engagements im Rohstoffsektor zurückführt. Bereits im Vorfeld der jüngsten Kursturbulenzen hat er das Portfolio seines Fonds stark umgeschichtet: So schrumpfte der Aktienanteil von 30 Prozent im März auf aktuell 16 Prozent. Die Kasseposition hat Welter dagegen auf ebenfalls 16 Prozent erhöht, da ihm das Umfeld auf den Rentenmärkten nicht attraktiv genug erscheint, um diese aktuell 66 Prozent des Portfolios ausmachende Position aufzustocken.

Wer auf Welters Expertise setzen will, kann seinen Fonds über jede Bank ordern, allerdings ist ein mindestens sechsstelliger Betrag nötig. Deutlich weniger Geld benötigen Anleger dagegen für den Multi Axxion Absolute Return und den Dachfonds Adcirculum Ziel 6+: Bei diesen Fonds ist der Einstieg bereits ab 1 000 beziehungsweise 5 000 Euro möglich. Angesichts des minimalen Wertzuwachses in den vergangenen zwölf Monaten dürfte sich das Interesse der Anleger jedoch in Grenzen halten: So schrammte der Adcirculum Ziel 6+ mit einem Plus von 0,04 knapp an einem Minus vorbei, was Fondsberater Thomas Geisler von der Infos AG auf sein geringes Engagement an den Aktienmärkten zurückführt. Auch im Mai lief es für Geisler nicht gut: "Wir haben unsere Aktienpositionen über den Index V-Dax abgesichert, was aber lediglich bei dauerhaft und nicht bei nur vorübergehend fallenden Kursen funktioniert", begründet Geisler das Minus von 3,06 Prozent.

Deutlich besser fällt die Monatsbilanz dagegen für den Multi Axxion Absolute Return aus, der trotz fallender Märkte um 0,33 Prozent zulegte. Manager Florian Jander von der PEH Wertpapier AG begründet dies auch damit, dass Wetten auf fallende Kurse beim mexikanischen Peso, dem südafrikanischen Rand und der isländischen Krone im Mai aufgegangen sind. Über ein Jahr habe das hohe Engagement in Yen-Anleihen das Ergebnis belastet, die Jander wegen ihrer niedrigen Verzinsung und der Ausrichtung des Fonds auf steueroptimierte Erträge bevorzugt. Die Zinserhöhungen in der Euro-Zone hätten jedoch zu sinkenden Erträgen aus der Absicherung des Yen gegenüber dem Euro geführt.

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