Fondsgebundene Lebensversicherung
Gebühren fressen Steuervorteil auf

Die Abgeltungsteuer bevorteilt in Zukunft die fondsgebundene Lebensversicherung. Der Vergleich mit Fonds lohnt sich dennoch.

HB DÜSSELDORF. "Alles fließt", sagte bereits schon vor mehr als 2 500 Jahren der vorsokratische Philosoph Heraklit. Freilich dachte er wohl kaum an die konkreten Änderungen, die Anleger mit der Abgeltungsteuer 2009 erwarten. Nichtsdestotrotz passt der Satz des alten Griechen auch heute: Denn mit dem neuen Pauschalsatz von 25 Prozent ändert sich einiges und rückt eine bisher eher stiefmütterlich behandelte Anlageform in den Fokus: die fondsgebundene Lebensversicherung.

Bisher waren Fonds-Policen gegenüber Sparplänen im Nachteil, brachten sie doch wegen der doppelten Gebühren - einmal für die Fondsanteile und einmal für die Versicherung - meist weniger Rendite. Doch die neue Abgeltungsteuer wird in Zukunft den Fondssparplan steuerlich bestrafen. Erste Wirkungen sind seit einiger Zeit zu beobachten: Mit einem Neuvertragsvolumen an laufenden Beiträgen von 1,3 Mrd. Euro steigerte die Versicherungswirtschaft 2006 das Neugeschäft mit fondsgebundenen Altersvorsorgeprodukten um 13,1 Prozent gegenüber 2005. Dies ist das Ergebnis des Tillinghast "FLV-Update 2006".

Mit der nun im 13. Jahr durchgeführten Umfrage untersucht die Beraterfirma Tillinghast Towers Perrin die Gesamtentwicklung der fondsgebundenen Lebensversicherungen und fondsgebundenen Rentenversicherungen, inklusive der Riester- und Basisrenten-Produkte in Deutschland. Die laufenden Prämieneinnahmen des Neugeschäfts mit fondsgebundenen Produkten zur Altersvorsorge wuchsen 2006 mehr als doppelt so stark wie der Gesamtmarkt Leben (6,4 Prozent). Fast die gleiche Summe wie mit laufenden Beiträgen wurde mit Abschlüssen gegen Einmalbeitrag (1,2 Mrd. Euro) erzielt.

Laut Tillinghast war dieser Bereich "bislang marginal", müsse aber aufgrund seiner explosionsartigen Entwicklung nun als separater Wachstumsmarkt betrachtet werden. "Hier zeichnet sich ein Trend zu Einmalbeiträgen ab, den wir in anderen Ländern, zum Beispiel in Österreich, schon seit mehreren Jahren beobachten", erklärt Marcel Schmitz, Principal bei Tillinghast und Autor des FLV-Updates.

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