Fondsgesellschaft gehört seit kurzem ihrem wichtigsten Manager
Starcapital-Fonds richten den Fokus auf Europa

In der deutschen Fondsbranche hat der Name Peter E. Huber einen guten Klang: Der Vermögensverwalter aus Oberursel steht für einen antizyklischen Investmentstil und das erfolgreiche Aufspüren von Substanzwerten.

HAMBURG. Mit dieser Value-Strategie bescherte Huber den Anlegern in den vergangenen Jahren überdurchschnittliche Ergebnisse - sowohl bei den Fonds seiner Huber Portfolio AG als auch bei mehreren Fonds der Frankfurter Vermögensverwaltung Starcapital, an der er seit 2001 eine Beteiligung hielt.

Entsprechend groß war die Aufregung, als es bei Starcapital im Sommer 2005 zum Bruch mit den Mitgesellschaftern kam. Huber stieg aus dem operativen Geschäft aus, die Beratungsmandate wurden für 2008 gekündigt. Dann der Paukenschlag: Seit Anfang August hält Hubers Gesellschaft 100 Prozent der Starcapital-Anteile. Damit sind die letzten Befürchtungen ausgeräumt, dass er bei seinen bisher betreuten Fonds die Zügel aus der Hand geben könnte.

Besonders gut lief es in den vergangenen Jahren für den global anlegenden Aktienfonds Starcap Priamos, der mit einem Zuwachs von 25,86 auch im jüngsten Zwölf-Monats-Vergleich zu den Spitzenreitern gehört (s. Tabelle). Der deutlich volumenstärkere Starplus Sicav Starpoint liegt derzeit auf Platz fünf. "Beide Produkte profitierten besonders von der Übergewichtung europäischer Märkte wie Deutschland und der Niederlande zu Lasten des US-Aktienmarktes", begründet Huber das gute Abschneiden. Der US-Anteil beträgt derzeit beim Starcap Priamos lediglich vier Prozent und beim Starplus Starpoint sieben Prozent. Im MSCI World sind US-Aktien dagegen mit rund 50 Prozent gewichtet.

Obwohl sich beide Fonds hinsichtlich der Wertentwicklung nur wenig unterscheiden, weichen die Anlagekonzepte deutlich voneinander ab. So investiert Huber mit dem Starpoint nicht nur in klassische Value-Aktien, sondern auch in Unternehmen, bei denen eine Übernahme ansteht.

"Bei diesem Fonds können wir die Kasseposition je nach Marktlage auf bis zu 50 Prozent hochfahren und das Portfolio anhand von Bonuszertifikaten und Futures gegen Kursrückschläge absichern", beschreibt Huber die Unterschiede zum Starcap Priamos. Aktuell sind rund 30 Prozent des Portfolios in Bonuszertifikaten investiert, weitere 20 Prozent sind über Index-Futures abgesichert.

Die defensive Ausrichtung des Portfolios begründet Huber mit einer erwarteten Seitwärtsbewegung der Aktienmärkte: "Die Bewertungen liegen auf einem leicht überdurchschnittlichen Niveau, die Gewinnmargen der Unternehmen haben Rekordhöhen erreicht und werden über kurz oder lang wieder sinken."

Autorin: Claudia Lindenberg, Der Fonds

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