Fondshäuser setzen auf Douglas und Boss
Bei Nebenwerten sind Konsumaktien Trumpf

In der jüngsten Zeit verdienten die Fondsmanager mehr Geld mit deutschen Nebenwerten als mit Standardaktien. Strittig ist unter den Portfoliolenkern, ob dieser Trend fortgeschrieben werden kann. Guido Schickentanz etwa glaubt, dass sich „deutsche Standardaktien und die Nebenwerte in den kommenden zwei Jahren in etwa gleich gut entwickeln werden“.

HB/Dow Jones FRANKFURT/M. Frank Hansen hingegen meint, dass „kleine und mittelgroße Titel in dieser Zeit besser abschneiden werden als der Dax“.

Im Zwölfmonatsvergleich zeigen beide Fondsstrategen recht gute Leistungen. Hansen lotste den zur Allanz/Dresdner-Gruppe gehörenden Dit Nebenwerte Deutschland mit 15,70 Prozent Wertgewinn auf den siebten Platz unter den Aktienfonds für deutsche Nebenwerte . Schickentanz brachte den JB Multistock-Special German Stock Fund des Investmenthauses Julius Bär mit 13,85 Prozent auf Platz zehn.

Für Thierry Feltgen, Analyst beim Fondsberater Fund-Market in München, ist der Dit-Fonds „eher substanzorientiert und für ein Produkt mit Schwerpunkt bei deutschen Nebenwerten vergleichsweise defensiv gemanagt“. Dies bedeute geringere Einbußen während einer Baisse, bei freundlichen Aktienmärkten aber bleibe der Fonds tendenziell ein wenig zurück. Bei dem Konkurrenten von Julius Bär erkennt Feltgen ein „eine vergleichsweise hohe Risikotoleranz mit einer Ausrichtung auf Wachstumstitel“.

Dit-Mann Hansen glaubt: „Unter den Nebenwerten finden sich die solidesten und ertragsstärksten deutschen Firmen, die in den vergangenen Jahren ihre Internationalisierung weit voran getrieben haben.“. Selbst bei Gesellschaften, die vor allem am inländischen Konsum hingen, fänden sich Aktien wie die der Kosmetikkette Douglas, deren Wachstum durch das Auslandsgeschäft abgestützt sei.

Auch Schickentanz von Julius Bär findet aussichtsreiche Konsumwerte. „Im kommenden Jahr sehen wir die letzte Stufe der Steuerreform, die etliche Milliarden Euro Entlastung bringen wird. Außerdem dürften die solide Konjunktur und die politischen Reformen für eine Entspannung am Arbeitsmarkt sorgen, was die Konsumbereitschaft fördert“, sagt er. Derzeit hat der Bär-Mann die Aktien des Flugzeugherstellers EADS, des Bekleidungshauses Hugo Boss, des Bauunternehmens Hochtief und die Titel von ProSiebenSat.1 am stärksten gewichtet.

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