Fondshaus
Pioneer sucht den Neuanfang

Derzeit belasten hohe Kapitalabflüsse aus zwei Produkten das Fondshaus Pioneer auf dem deutschen Markt. Während der Kreditkrise schlingerte das Anlagemodell, die Investoren zogen massiv Kapital ab. Nun will Pioneer den Blick nach vorne richten.

FRANKFURT. Pioneer setzt auf neue Produkte und ein baldiges Ende der Kreditkrise. "Wir glauben, dass wir am Ende des Jahres so viel Kapital unter Verwaltung haben werden wie zu Jahresbeginn", hofft ein Sprecher von Pioneer Investments, deren Deutschlandgeschäft Dominik Kremer führt. Das wäre schon ein Erfolg, denn Pioneer kämpft hierzulande mit dramatischen Mittelabflüssen.

Die zur italienischen Unicredit gehörende Fondsgesellschaft hält bei den Wertpapier-Publikumsfonds mit Mittelabzügen von netto 13,4 Mrd. Euro seit Anfang vergangenen Jahres die rote Laterne. In diesem Segment sind nur noch 16 Mrd. Euro an Vermögen übrig. Zum Vergleich: Spitzenreiter Deka und Union Investment sammelten 16,6 bzw. 10,3 Mrd. Euro ein (siehe "Gewinner und Verlierer").

Die Erklärung für den Pioneer-Einbruch ist schnell gefunden. "Der Hauptteil der Abflüsse kommt aus Anteilsrückgaben beim Total-Return-Fonds und beim ABS-Fonds", sagt der Pioneer-Sprecher. Der Total-Return-Bond-Fonds stammt von Activest, jener Anlagegesellschaft, die Pioneer im Zuge des Kaufs der Hypo-Vereinsbank durch Unicredit integriert hatte. Während der Kreditkrise schlingerte das verfolgte Anlagemodell, die Investoren zogen massiv Kapital ab. Das Fondsvermögen schmolz von knapp neun auf etwas über drei Mrd. Euro ab.

Auch ein spezieller Geldmarktfonds mit hohem Anteil an den heiklen forderungsbesicherten Anleihen (ABS) geriet unter de Räder der Kreditkrise und produzierte Wertverluste. Hier sind von 5,5 Mrd. Euro nur eine halbe Milliarde Euro übrig geblieben.

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