Fondsmanagement
Der Computer irrt sich nicht

Immer mehr Fondsmanager überlassen die Auswahl der Aktien dem Rechner - in der Regel mit Erfolg. Aber in Krisen kann nur der Mensch helfen.

HB BAD CAMBERG. Aktienfonds lassen sich per Computer viel erfolgreicher führen als durch einen Fondsmanager, verkünden immer mehr Investment-Häuser. Der seit Jahren ungebrochene Aufwärtstrend an den Börsen spielt ihrer Anlagestrategie in die Hände, Kauf- und Verkaufsentscheidungen als pures Rechenexempel zu sehen.

Das Computerprogramm betrachtet rückwirkend Unternehmenskennziffern: Das sind beispielsweise das Kurs-Buchwert-Verhältnis, das Verhältnis von Kurs zu Gewinn, das Kurs-Cashflow-Verhältnis oder die Höhe der gezahlten Dividende. Zusätzlich hebt die computergestützte Analyse auf landesspezifische Eigenheiten ab. Frank Lingohr, Leiter der Lingohr & Partner Asset Management GmbH, ist einer der prominentesten Verfechter des so genannten quantitativen Ansatzes, schwört auf diese Strategie. "Denn Quant-Management schließt das Bauchgefühl aus, das schnell zu einer Fehlbewertung durch den Fondsmanager führen kann", argumentiert er.

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Um solchen Fehleinschätzungen entgegenzusteuern, tritt beispielsweise das "Consensus Rating" innerhalb seiner Software "Chicco" in Aktion. Dabei wird der Durchschnitt der Analystenempfehlungen als Kontraindikator zu den ermittelten Anlageempfehlungen genutzt. Denn von den Empfehlungen seiner meisten Kollegen hält Lingohr wenig.

Dass Computermodelle automatisch bessere Anlageentscheidungen treffen hält Götz Bernhardi, Geschäftsführer der Aquin Components GmbH, für falsch. "Die quantitative Methode ist lediglich eine Art Rasterfahndung. Anschließend kann sich der Fondsmanager auf die verbliebenen Kandidaten konzentrieren". Der quantitative Ansatz ist für ihn eine gute Möglichkeit, der Datenflut Herr zu werden. Aber: "Ein Garant für ein besseres Anlageergebnis ist diese Methode jedoch nicht, wenn sie auch vergleichsweise gute Ergebnisse liefert."

Aquin steuert ein komplettes Softwarepaket bei, das beim Management der Aktienfonds hilft und auch bei der Verwaltung des Fonds. Denn gerade auch dort bricht eine wahre Flut von Daten auf die Investment-Häuser ein: Von der Generierung der Order bis zur Erfüllung gesetzlicher und eigener Auflagen.

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