Fondsmanager begrenzen Verluste
Japans Nebenwertefonds laufen die Anleger davon

In der Fondskategorien "Aktien Japan Nebenwerte" fällt nicht nur der Zwölf-Monats-, sondern auch der Drei-Jahres-Vergleich katastrophal aus. Im Durchschnitt verloren entsprechend ausgerichtete Fonds seit Ende Juni 2005 pro Jahr mehr als 13 Prozent an Wert. Auf Jahressicht sind es sogar knapp 32 Prozent.

HAMBURG. Kein Wunder also, dass viele Anleger längst die Flucht angetreten haben: Das Volumen der meisten Produkte liegt nur noch im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Eine Ausnahme stellt der über zwölf Monate auf Rang sieben liegende Axa Rosenberg Japan Small Cap Alpha dar, der ein Vermögen von 875 Mill. Euro hält. Allerdings: Mitte 2007 lag das Volumen noch bei rund 1,7 Mrd. Euro, "etwa zur Hälfte von institutionellen Kunden", sagt Thomas C. Krämer, Produktmanager bei AXA Rosenberg. Rund 470 Mill. Euro gingen an der Börse verloren, auch wenn der von Cheng Liao rein quantitativ gemanagte Fonds drei Prozentpunkte besser abschnitt als seine Vergleichsgruppe.

Spitzenreiter unter den Fonds für Nippons Nebenwerte war der SWC Small & Mid Caps Japan von Swisscanto, der Fondsgesellschaft der schweizerischen Kantonalbanken. Deren Manager Fujimura Tadahiro schaffte es, die Verluste für Anleger auf knapp 22 Prozent zu beschränken. Verantwortlich ist dafür sein glückliches Händchen bei der Auswahl wachstumsstarker Titel, die entgegen dem Markttrend zulegen konnten. Dazu zählt er unter anderem die Aktie des Roboterbauers Yushin Precision Equipment, seinen drittgrößten Einzeltitel. "Das Unternehmen wird als einer der Nutznießer des neuen Standards Blue Ray für DVDs gehandelt", erklärt der Fondsmanager.

Beispiele wie dieses zeigen, dass es auch in Zeiten insgesamt schrumpfender Börsen einzelne Wachstumsstars gibt. Die derzeit attraktiven Bewertungen und die gesunden Bilanzen vieler japanischer Unternehmen sprächen generell für ein stärkeres Engagement.

Patrik Scheuber, Leiter des Managerteams der Swisscanto-Aktienfonds weiter: "Trotz des harschen Umfelds haben wir den Eindruck, dass die für den japanischen Markt so wichtigen ausländischen Anleger nach den Panikverkäufen im März wieder zurückkehren."

Zwar bestünde wegen des starken Yen und der schwachen US-Konjunktur nach wie vor Grund zur Sorge um die Gewinne von Japans Exporteuren. Doch das sei in den Kursen bereits berücksichtigt. "Bei inländischen Sektoren wie dem Baugewerbe und dem Einzelhandel warten wir auf Anzeichen der Erholung", so Scheuber. Die besten Chancen sieht er aber nach wie vor im Dienstleistungssektor.

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