Fondsmanager der Cominvest setzt auf den Dollar, Verwalter Jens Ehrhardt auf Schwellenländer
Kurze Anleihen-Laufzeiten zahlen sich aus

Defensive ist Trumpf. Das war zumindest in der jüngeren Vergangenheit das Erfolgsrezept für Fondsmanager, die an den internationalen Rentenmärkten agieren.

HB/vwd FRANKFURT/M. Defensiv verhielten sich unter anderem jene Portfoliolenker, die die Restlaufzeiten ihrer Bonds kurz hielten. So kamen sie angesichts der gestiegenen Kapitalmarktzinsen mit einem blauen Auge davon. Denn: Die Kursverluste fallen um so geringer aus, je kürzer die Restlaufzeit ist.

Den Braten gerochen hat unter anderem Cominvest-Mann Klaus Röttger. Er steuert den Adig Fondirent, der mit einem Zwölfmonats- Wertgewinn von 4,07 Prozent den sechsten Platz unter 191 internationalen Rentenfonds belegt. Röttger schätzte den Markt richtig ein und senkte zu Jahresbeginn die durchschnittliche Restlaufzeiten der Anleihen. Zugleich setzte er auf den Dollar. Beide Wetten gingen auf: Die Renditen, insbesondere in den USA, zogen spürbar an, und der Dollar stieg. Inzwischen hat Röttger seine Meinung geändert. Er setzt jetzt auf einen fallenden Dollar. „Höhere US-Leitzinsen sind inzwischen am Anleihemarkt in den Kursen vollständig enthalten“, sagt er außerdem.

Mit einem Plus von 4,63 Prozent liegt auch der DJE Renten GlobalP in der Spitzengruppe der weltweit investierenden Rentenfonds. Das von der Dr. Jens Erhard Kapital AG aufgelegte Produkt darf auch in spezielle Anleihen investieren und Aktien beimischen. Mit einem satten Engagement von 43 Prozent in kurz laufenden Anleihen und einer hohen Cashquote von 20 Prozent ist der vorwiegend in Euro-Titel anlegende Fonds gegenüber steigenden Renditen gut gerüstet. Jens Erhard sagt: „Kernengagements bilden derzeit Kurzläufer mit gutem Rating. Darüber hinaus legen wir auch in Emerging-Market-Bonds guter Bonität an.“ Der Anteil der Schwellenländer-Papiere liegt aktuell bei 22 Prozent.

Nach Ansicht von Andrea Schruff, Leiterin Portfoliomanagement bei der Weberbank, sind beide Fonds nur eingeschränkt vergleichbar. „Während der Fondirent vor allem traditionelle Anlageformen mit guter Bonität berücksichtigt, bezieht der DJE Renten GlobalP auch Spezialprodukte und Anleihen der Emerging Markets ein“, sagt sie. „Beide Fonds haben sich auf mögliche Zinssteigerungen vorbereitet.“ Der Fondirent habe gerade durch aktives Währungsmanagement die Performance steigern können.

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