Fondsmanager: Dreihunderteinundsiebzig Prozent Rendite

Fondsmanager
Dreihunderteinundsiebzig Prozent Rendite

Fernando Tisne gilt als einer der besten Fondsmanager weltweit. Mit einer Traumrendite überragt der Chilene selbst Investment-Riesen wie Pimco. Doch seine Strategie birgt ein hohes Maß an Risiko.
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Fernando Tisne aus Chile verwaltet den weltweit erfolgreichsten Fonds für Schwellenländer-Anleihen. Er profitiert dabei vor allem von angeschlagenen Unternehmens- Papieren aus Lateinamerika. Sein 980 Millionen Dollar schwerer Moneda Deuda Latinoamericana brachte es in den vergangenen zehn Jahren auf eine unglaubliche Rendite von 371 Prozent. Damit hat er sich deutlich besser entwickelt als 439 andere Schwellenländer-Anleihefonds mit einem Vermögen von mindestens 100 Millionen Dollar. Der 7,2 Milliarden schwere Pimco Emerging Markets Bond Fund beispielsweiße schaffte in der gleichen Zeit lediglich ein Plus von 178 Prozent.

Auch mit Blick auf die jüngsten zwölf Monate schneidet der Fonds von Tisne deutlich besser ab: Er erzielte eine Rendite von 14,7 Prozent - verglichen mit den 10,8 Prozent beim Pimco-Fonds und dem 9,5-Prozent-Schnitt aller Fonds. Der 42-jährige Tisne ist im vergangenen Jahrzehnt zu dem erfolgreichsten Investor in Schwellenländer-Anleihen geworden, weil er auch bereit war, Geld in lateinamerikanische Unternehmen zu stecken, die noch nicht von Ratingagenturen analysiert und bewertet worden waren.

Seine beiden größten Investments sind Papiere des staatlichen Öl-Produzenten Petroleos de Venezuela SA und des mexikanischen Zement-Herstellers Cemex SAB de CV. Der Fond hält jedoch auch Anleihen ohne Ratings. “Das Team, das den Fonds managt, ist die ganze Zeit gleich geblieben. Das erlaubt es uns wirklich, die Unternehmen besser kennen zu lernen”, sagte Tisne in einem Interview mit Bloomberg News. Er hatte den Fonds im Februar 2000 mit gerade einmal 15 Millionen Dollar gestartet. “Wir haben ein paar weniger bekannte und weniger liquide Unternehmen. Eine Menge Firmen kennen wir seit mittlerweile zwölf Jahren. Wir haben beobachtet, wie sie lebten und auch überlebten. Das ermöglicht es uns, gute Entscheidungen recht schnell zu treffen.”

Ein Sprecher von Pimco reagierte nicht auf Anrufe und E- Mails, als Bloomberg News ihn um einen Kommentar bat. Tisne war im Jahr 1994 als Aktien-Analyst zu Moneda Asset Management gestoßen. Zuvor hatte er an der Pontifical Catholic University in Santiago, Chile, studiert. Gegründet worden war die Firma nur ein Jahr vor seinem Eintritt, ursprünglich als reiner Aktienfonds.

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Mit "Ramsch"-Anleihen zum Erfolg

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  • Hohe Rendite = hohes Risiko.

    Das ist ja ganz was Neues!

  • Es wird immer einen "Besten Fondsmanager der Welt" geben.
    Selbst in Jahren in denen alle Fonds der Welt im Mittel hohe Verluste einfahren. Das ist nun mal von der Natur der Sache her zwangsläufig. Privatanleger sollten jetzt nicht glauben auf diesen Zug auspringen zu können. Vergessen Sie diesen Gedanken ganz schnell. Warum sollte auch jemand der Geld in einer solchen Rate vermehren kann, ausgerechnet auf den deutschen "Kleinanleger" mit 2 Mio € warten?
    Es ist wie beim Lotto. Einer gewinnt viele Millionen und wird dann gefragt wie er das gemacht hat. Nun er ist eben ein hohes Risiko eingegangen. Die allermeisten anderen, also 90% der Teilnehmer haben Verluste gemacht. Weil es im Durchschnitt nun mal so ist.
    Also sind solche Storys nicht mehr als eine unterhaltsame Lektüre und nicht zu Nachahmung empfohlen.

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