Fondsmanager halten Fortsetzung der Kursrally für eher unwahrscheinlich
Bei Tech-Aktien ist Vorsicht geboten

Nach Kursgewinnen von oft mehr als 50 % seit Jahresbeginn stehen auch ansonsten optimistische Manager von Technologiefonds mit einem Fuß auf der Bremse.

HB FRANKFURT/M. Das gilt beispielsweise für Alfred Maydorn, der erst im Februar das Beratungsmandat für den H & A Lux DAC Internet-Fonds der Fondsgesellschaft Hauck & Aufhäuser übernahm. Er sicherte den Fonds zu rund 80 % durch den Verkauf von Terminkontrakten auf den amerikanischen Technologie-Index Nasdaq 100 ab. „In den Kursen der Tech-Titel sind sehr positive Erwartungen für das dritte Quartal enthalten. Die Gefahr von Enttäuschungen ist recht hoch“, sagt Maydorn.

Seit Jahresbeginn hat die Internet-Branche einen regelrechten Börsenboom erlebt. Laut Analystin Iris Albrecht von der Münchener FondsConsult ist eine solche Rallye auf lange Sicht nicht haltbar. „Das Vertrauen der Investoren ist wieder übertrieben hoch“, glaubt sie und rät derzeit nicht dazu, in hoch spezialisierte Produkte wie das von Manager Maydorn einzusteigen. Der Fonds belegt mit einem Zwölfmonats-Wertgewinn per Ende September von 81,43 % den vierten Platz unter 134 Branchenfonds. Auch die nächstplatzierten Technologiefonds brachten es auf deutliche Wertzuwächse. So erreichte Hans Leitner beispielsweise mit seinem Espa Stock Internet-Infrastruktur der österreichischen Erste-Sparinvest dank eines Aufschlages von 67,77 % Rang acht.

Im Fonds verfolgt Leitner den so genannten Top-Down-Ansatz. „Alle drei Monate schaue ich mir an, welche Regionen besonders aussichtsreich sind. Dann setze ich meine Branchenschwerpunkte und zum Schluss wähle ich die Einzelwerte aus“, sagt er. Momentan hat Leitner 85 % des Fondskapitals in amerikanische Technologiewerte investiert, 10 % in Titel aus Südkorea. Branchenspezifisch dominieren Unternehmen aus dem Bereich IT-Sicherheit, gefolgt von den Sektoren Netzwerkausrüster sowie Internetinfrastruktur. Für Leitner ist die Sicherheit im Internet mit das wichtigste Thema. In seinem momentan 66 Einzelwerte umfassenden Fonds hat er mit den Aktien von Secure Computing und Symantec die nach seiner Meinung aussichtsreichsten Unternehmen der Branche.

Berater Maydorn setzt in der Hauptsache auf US-Nebenwerte, die mitunter eine Marktkapitalisierung von nur „50 Millionen Dollar, häufig aber auch 200 bis 300 Millionen haben“. Größte Position ist der amerikanische Internet-Provider Earthlink.

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