Fondsmanager halten Papiere aus Beitrittsländern für attraktiv – Schwache Kurse zum Einstieg nutzen
Osteuropa-Bonds bessern Rendite auf

In Osteuropa locken hohen Anleihenrenditen. Mit derartigen Beimischungen erzielt beispielsweise der Deka-EuropaBond TF eine überdurchschnittliche Wertentwicklung von 4,75 % auf Zwölfmonatssicht.

HB FRANKFURT/M. Unter den größten zehn europäischen Rentenfonds liegt er damit im Mittelfeld, aber deutlich über dem Durchschnittsergebnis aller Vergleichsprodukte von 4,27 %.

Deka-Fondsmanager Christian Schiweck hält die Story der zweiten Erweiterung der Währungsunion für „intakt“. Länder wie Polen, Tschechien und Ungarn wollten in die Währungsunion und würden vermutlich 2010 dabei sein. Nach der Teilnahme an der EU seit dem 1. Mai dieses Jahres sei die Einführung des Euro der nächste Schritt. „Schwächere Kurse sind mittel- bis langfristig Kaufkurse“, urteilt Schiweck vor diesem Hintergrund. Das Zinsplus in den Beitrittsländern sowie in Bulgarien oder Rumänien gegenüber Bundesanleihen sei noch immer attraktiv. Während Schiweck bulgarische und rumänische Anleihen in Euro hält, investiert er in Polen in nationaler Währung.

Auch Michael Krautzberger, Fondsmanager des UniEuroAspirant A, der mit einem Plus von nur 2,38 % weiter hinten liegt, stuft die Anleihen der osteuropäischen Beitrittsländer derzeit als „attraktiv“ ein. Besonders für den polnischen Zloty ist er optimistisch gestimmt und erläutert: „Das traditionelle Leistungsbilanzdefizit Polens hat sich deutlich ermäßigt.“ Darüber hinaus böten Länder wie Polen und Ungarn, die er im Fonds leicht übergewichtet hat, noch deutliche Renditeaufschläge. Der Weg dieser Länder führe ganz klar in die Währungsunion. „Die Frage lautet nicht ob, sondern wann“, sagt Krautzberger. Die osteuropäischen Rentenmärkte böten auch am kurzen Ende zum Teil noch hohe Renditen.

Thomas Portig, Leiter Fondsanalyse bei HCM Capital Management, warnt angesichts des bereits gesunkenen Zinsniveaus: „In Zukunft sind nicht mehr so hohe Renditen wie in den vergangenen Jahren zu erwarten“. Das Thema Angleichung an das niedrigere EU-Zinsniveau („Konvergenz“) sei nicht neu und laufe langsam aus.

Beide Fonds seien in der Vergangenheit besser als ein Vergleichsindex gewesen und hätten vor allem in guten Phasen am Rentenmarkt „outperformt“. Auf Sicht von drei und vier Jahren hätten sie sich in der Performance ein „Kopf-an-Kopf-Rennen“ geliefert. Im vergangenen Jahr sei jedoch der Union-Fonds abgefallen. Portig kommt zu dem Urteil: „Der Deka-EuropaBond ist der bessere der beiden Fonds.“

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